Strombojen

Strombojen

Mit der Stromboje testet die EVN zurzeit ein Kleinkraftwerk, das besonders umweltschonend und effizient ist.

Sanftes Kraftwerk

Seit Kurzem wird in der Wachau bei Kienstock die „Stromboje 3" der Firma Aqualibre getestet. Klappt der Probegalopp, könnte das Projekt zur Energieautarkie der Wachau beitragen.
 
Eine Stromboje ist ein schwimmendes Strömungskraftwerk. Sie hat viele positive Eigenschaften und beeinflusst ihre Umgebung nur minimal:

  • Die Stromboje stört die Flussökologie und Fische kaum.
  • Wenn sie außerhalb der Schifffahrtsrinne angeordnet ist, ist sie kein Hindernis für die Schifffahrt
  • braucht keine Wehre oder Dämme und
  • verändert weder Landschaftsbild noch die Wasserqualität.

 
Gefertigt wird die Stromboje hauptsächlich aus wiederverwertbaren Kunststoffen. Die Stromboje liefert auch bei Hochwasser Energie, wenn Laufkraftwerke abgeschaltet werden müssen.
 
Strombojen werden in verschiedenen Größen hergestellt. Dadurch können sie einerseits in größeren Flüssen – wie zum Beispiel Rhein, Inn, Enns, Mur und Drau – eingesetzt werden. Andererseits ist aber auch ein Einsatz in kleineren Flüssen – etwa der Saalach, Salza und Gail – möglich. Voraussetzungen für den rentablen Betrieb sind

  • eine Strömungsgeschwindigkeit ab ca. 2 m/s und
  • eine ausreichende Wassertiefe.

 
Laut Expertenmeinung könnte die Stromboje eine gute Ergänzung zu den bestehenden Technologien für alternative Erzeugung von elektrischer Energie sein.
 
Im Sinne einer innovativen und umweltfreundlichen Energieerzeugung, hat evn naturkraft die nötigen Bewilligungen für die Errichtung eines Strombojen-Parks im Raum St. Michael erwirkt.