01.04.2005

EVN AG übernimmt Mehrheit an der RAG-Beteiligungs-AG (RBG)

Tausch der KÖGAZ-Anteile von EVN gegen E.ON-Anteile an der RBG
Heute hat die EVN AG im Rahmen eines Aktientausches die Mehrheit an der RAG-Beteiligungs-AG (RBG) übernommen, die ihrerseits 75 % an der Rohöl-Aufsuchungs-AG (RAG) hält. Zu den bisherigen 40 % hat EVN von E.ON 10,05 % erhalten und verfügt somit über 50,05 % an der RBG. Weiters halten künftig E.ON 29,95 %, die Steirische Gas-Wärme GmbH und die Salzburg AG unverändert je 10 % der Anteile an der RBG.

Die E.ON übernimmt mit dem Aktientausch die Anteile der EVN am südwestungarischen Gasversorgungsunternehmen KÖGAZ (Középdunántúli Gázszolgáltató Rt., Nagykanizsa). EVN AG und E.ON hielten bislang je 31,23 % am Stammkapital der KÖGAZ, die im Jahr 1995 im Rahmen der Privatisierung der ungarischen Energiewirtschaft von beiden Unternehmen mehrheitlich übernommen worden war.

Die Rohöl-Aufsuchungs-AG (RAG) ist das zweitgrößte österreichische Unternehmen im Bereich der Öl- und Gasproduktion sowie der Gasspeicherung. Derzeit fördert die RAG an ihren österreichischen Standorten jährlich mehr als 800 Mio. Kubikmeter Erdgas - das sind rund 40% des im Inland produzierten Erdgases und rund 10% des österreichischen Gesamtverbrauchs - und rund 90.000 Tonnen Erdöl, was etwa 10% der österreichischen Förderung entspricht.

Auf dem Gebiet der Erdölsuche und Erdölförderung ist die RAG das älteste bestehende Unternehmen Österreichs. Derzeit betreibt die RAG in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich 68 Öl- und 120 Gassonden (davon 8 Speichersonden).

Dr. Burkhard Hofer, Vorstandssprecher EVN AG: "Durch die Übernahme der Mehrheit an der RBG stärkt die EVN ihr Energiegeschäft und erreicht damit eine bessere Absicherung gegen hohe Erdöl- und Gaspreise. Die RAG ist ein höchst erfolgreiches und profitables Unternehmen, das auch über bedeutende Speicherkapazitäten verfügt."
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