13.09.2010

EVN errichtet Cogeneration-Anlage in Plovdiv / Bulgarien

Investition von rund 50 Mio. Euro in die umweltfreundliche Erzeugung von Strom und Wärme
Heute erfolgte der Spatenstich zur Errichtung einer hocheffizienten Cogeneration-Anlage in der Stadt Plovdiv durch den Premierminister Boyko Borissov, Landeshauptmann Erwin Pröll und EVN Generaldirektor Burkhard Hofer. Diese Anlage dient zur kombinierten Erzeugung von Strom- und Wärmeenergie und wird auf dem Areal eines bestehenden Fernheizkraftwerks errichtet. Die EVN versorgt seit 2005 rund 1,6 Millionen Kunden in Bulgarien mit Strom. Seit der Übernahme einer regionalen Fernwärmegesellschaft 2007 beliefert EVN auch rund 40.000 Kunden in den Städten Plovdiv und Asenovgrad mit Fernwärme.

Insgesamt werden rund 50 Mio. Euro in die Errichtung der Anlage investiert. Mit reinem Erdgas wird eine hocheffiziente Kombination aus Gas- und Dampfturbine mit einer Stromleistung von 49.9 MW und einer Wärmeleistung von zirka 54 MW angetrieben. Ab Ende 2011 soll das neue Fernheizkraftwerk Strom und Fernwärme in die bestehenden Versorgungsnetze einspeisen. Das TEZ Plovdiv Sever wird dann die modernste Cogeneration-Anlage auf dem gesamten Balkan sein. Das bestehende Fernheizkraftwerk am Standort erzeugt bereits seit Anfang der 70-er Jahre Strom und Fernwärme und wird dann nur mehr für den Spitzenlastbetrieb in Betrieb genommen.

Mit dieser nachhaltigen Investition macht die EVN einen wichtigen Schritt zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der Fernwärmeversorgung. Mit Inbetriebnahme der Anlage steigt die EVN aber auch stärker in die Stromerzeugung für ihre Kunden in Bulgarien ein. EVN Bulgaria ist auch bereits in der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen wie z. B. Sonnenenergie tätig.

Mit Inbetriebnahme der neuen Cogeneration-Anlage wird die Versorgungssicherheit für die Kunden weiter erhöht, die Stromerzeugung kann verdreifacht werden. Für die Fernwärmekunden in Plovdiv bringt diese Investition stabilere Wärmepreise durch die deutlich effizientere Produktion von Strom- und Wärmeenergie. Auch im Umweltbereich kommt es zu erheblichen Verbesserungen. So werden etwa die Nox-Emissionen (Stickstoffoxid) um über 80 % reduziert.

Die EVN Bulgaria hat von 2005 bis Ende 2009 über 310 Mio. Euro in die Verbesserung der Infrastruktur und des Kundenservices investiert. Das Investitions- und Instandhaltungsprogramm 2010 sieht weitere Investitionen von mehr als 90 Mio. Euro vor.
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