06.09.2007

Fernwärmekooperation zwischen der niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten und der EVN

EVN erwirbt 49 % an zu gründender Fernwärmegesellschaft und liefert künftig 2/3 der benötigten Wärme
Derzeit versorgen die Stadtwerke St. Pölten über 6.000 Kunden in der niederösterreichischen Landeshauptstadt mit Fernwärme, die in zwei erdgasbefeuerten Heizkraftwerken erzeugt wird.

Ab der Heizsaison 2009/2010 wird die EVN zwei Drittel der benötigten Fernwärme aus ihren Kraftwerksanlagen in Dürnrohr/Zwentendorf zur Versorgung der NÖ Landeshauptstadt zur Verfügung stellen. Über eine 31 Kilometer lange Fernwärme-Transportleitung werden ab diesem Zeitpunkt rund 200 GWh Fernwärme pro Jahr an Kunden in St. Pölten geliefert werden. Die Wärme stammt aus drei Quellen: Einerseits aus der Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr, in der der NÖ Hausmüll thermisch behandelt und zur Energieerzeugung genutzt wird. Andererseits aus dem Wärmekraftwerk Dürnrohr selbst und aus einer Biomasseanlage, die derzeit auf demselben Areal errichtet wird. Die Nutzung der Abwärme aus diesen Anlagen spart rund 21 Mio. Tonnen Erdgas pro Jahr und mehr als 40.000 Jahrestonnen an CO2 -Emissionen in St. Pölten. Zur Realisierung des Vorhabens gliedert die Stadt St. Pölten ihre Fernwärmeaktivitäten aus den St. Pöltener Stadtwerken in eine eigene Gesellschaft aus, an der die EVN 49 % erwirbt.

Die spezialisolierte Wärmeleitung führt von Dürnrohr/Zwentendorf ausgehend über den Perschlingtalkanal und das Traisental bis nach St. Pölten. Sie hat einen Durchmesser von 450 Millimeter und ist die längste Fernwärme-Transportleitung Österreichs. Die Investitionskosten betragen rund 35 Mio. EUR.

Mit der Errichtung wird bereits in den ächsten Wochen begonnen, die Bauzeit beträgt ca. eineinhalb Jahre.
Zurück zur Übersicht Artikel per Email senden Drucken