28.02.2005

Positiver Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2004/05

Trotz anhaltend hoher Energiebezugspreise und spürbarer Netztarifsenkungen lagen die Umsatzerlöse der EVN Gruppe im 1. Quartal 2004/05 mit 358,4 Mio EUR um 30,6 Mio EUR bzw. 9,3 % über dem Vorjahreswert

Highlights

  • Erlössteigerungen in neuen Geschäftsbereichen Wasser und thermische Abfallverwertung sowie Strom und Wärme
  • Operatives Ergebnis trotz hoher Energiebezugspreise und spürbarer Netztarifsenkungen gesteigert
  • Deutlich höheres Beteiligungsergebnis
  • Konzernüberschuss über Vorjahresniveau
  • Erfreuliche Perspektiven in den neuen Geschäftsbereichen Wasser und thermische Abfallverwertung
  • Beginn der Integration der beiden bulgarischen Stromversorger nach Closing der mehrheitlichen Übernahme im Januar 05

Trotz anhaltend hoher Energiebezugspreise und spürbarer Netztarifsenkungen lagen die Umsatzerlöse der EVN Gruppe im 1. Quartal 2004/05 mit 358,4 Mio EUR um 30,6 Mio EUR bzw. 9,3 % über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg ist auf vor allem auf deutliche Zuwächse bei Wasser und thermischer Abfallverwertung sowie bei Strom und Wärme zurückzuführen.

Das operative Ergebnis (EBIT) der EVN Gruppe hat sich aufgrund dieser Entwicklungen im 1. Quartal 2004/05 um 2,2 Mio EUR bzw. 3,1 % auf 73,5 Mio EUR erhöht. Ein Rückgang des betrieblichen Ergebnisses aus dem Energiegeschäft konnte dabei durch gestiegene Ergebnisbeiträge aus den Geschäftsfeldern Wasser und thermische Abfallverwertung mehr als kompensiert werden.

Das Finanzergebnis hingegen lag mit 12,1 Mio EUR leicht unter dem Vorjahreswert. Ein deutlich höheres Beteiligungsergebnis stand dabei einem gestiegenen Zinsaufwand gegenüber.

In Summe resultiert daraus ein unversteuertes Ergebnis von 85,6 Mio EUR, das den Vorjahreswert um 2,4 % übertrifft. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf dieser Basis um 3,3 % auf 62,3 Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie hingegen verringerte sich aufgrund der im vergangenen Jahr im Zuge einer Kapitalerhöhung erfolgten Ausgabe neuer Aktien von zuvor 1,60 EUR auf 1,52 EUR.

WTE mit neuen Wasserprojekten in Osteuropa Weiterhin erfolgreich verläuft das internationale Geschäft im Wasser- und Abwasserbereich. Die Großprojekte Trinkwasseranlage Moskau Süd-West sowie Zagreb und Wien verlaufen termingericht. Neue Aufträge konnten im Berichtszeitraum in Polen und Estland gewonnen werden.

Thermische Abfallverwertung

Ebenso positiv entwickelt sich der Bereich Abfallwirtschaft. Alle Vorbereitungsarbeiten für die Rekonstruktion der thermischen Abfallverwertungsanlage MSZ 3 in Moskau, mit deren Planung, Errichtung und Betriebsführung die EVN im Vorjahr beauftragt worden war, wurden plangemäß umgesetzt. Die Anlage wird über eine Kapazität von 330.000 Jahrestonnen verfügen und soll im Sommer 2007 in Betrieb gehen. Mit diesem Projekt verwertet EVN das umfangreiche Know-how aus der Errichtung und dem Betrieb der eigenen Anlage neben dem Kraftwerk Dürnrohr, die seit Jänner 2004 überaus erfolgreich in Vollbetrieb steht.

Ausblick

Aufgrund der hohen Saisonalität in der Energiewirtschaft kann die positive Entwicklung der EVN Gruppe im 1. Quartal nicht ohne weiteres auf das gesamte Geschäftsjahr 2004/05 hochgerechnet werden. Die zunehmende Bedeutung des Projektgeschäfts und der thermischen Abfallverwertung führt jedoch tendenziell zu einer Abnahme der unterjährigen Schwankungen. Umsätze und Ergebnisbeiträge dieser Bereiche sollten im laufenden Geschäftsjahr weiter zunehmen.

Die Übernahme der beiden bulgarischen Stromversorgungsgesellschaften EDC Plovdiv und EDC Stara Zagora – sie wurden mit Wirkung vom 1. Jänner 2005 erworben und werden ab dem 2. Quartal erstmals im Konzernabschluss der EVN vollkonsolidiert – wird im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zu erheblichen Zuwächsen in allen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz führen. Die Akquisition dieser beiden Unternehmen bedeutet für die EVN einen Quantensprung: Sie versorgen über ein Leitungsnetz von rund 56.000 km insgesamt 1,5 Mio Kunden und damit rund ein Drittel aller bulgarischen Stromkunden mit elektrischer Energie, ihr jährlicher Stromverkauf beträgt rund 6.600 GWh.
 

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