20.05.2008

Spatenstich für die längste Fernwärme-Transportleitung Österreichs von Dürnrohr nach St. Pölten

Umweltfreundliche Fernwärme für die NÖ Landeshauptstadt ab der Heizperiode 2009/10
Ab der Heizperiode 2009/10 liefert die EVN zwei Drittel des gesamten Wärmebedarfs der NÖ Landeshauptstadt über eine 31 km lange Transportleitung aus Dürnrohr nach St. Pölten. Die spezialisolierte Fernwärmeleitung verläuft über den Perschlingtalkanal und das Traisental bis in die niederösterreichische Landeshauptstadt. Sie hat einen Durchmesser von 700 Millimeter und ist die längste Fernwärme-Transportleitung Österreichs. Eine Spezialisolierung sorgt für besonders geringe Wärmeverluste. Das am Standort Dürnrohr mit 140 Grad in die Leitung abgegebene heiße Heizwasser kommt nach 31 km im Fernheizwerk St. Pölten Nord mit beachtlichen 138 Grad an. Die Investitionskosten betragen rund 35 Mio. EUR.

Die umweltfreundliche Wärme aus dem EVN Energiestandort Dürnrohr stammt gleich aus drei Quellen: Abwärme aus dem Wärmekraftwerk Dürnrohr, Prozeßwärme aus der Müllverbrennungsanlage und künftig auch aus einer strohbetriebenen Biomasseanlage auf demselben Areal. Derzeit wird die Fernwärme für rund 6.000 Kunden in St. Pölten in zwei erdgasbefeuerten Heizwerken erzeugt. Die EVN liefert ab der Heizperiode 2009/10 rund 200 GWh Fernwärme pro Jahr in die Landeshauptstadt und ersetzt damit weitgehend den fossilen Energieträger Erdgas. Die Nutzung der Abwärme aus Dürnrohr spart ab diesem Zeitpunkt rund 21 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Jahr und damit mehr als 40.000 Jahrestonnen an CO2 -Emissionen. Dadurch wird auch ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Heute erfolgt der Spatenstich für dieses innovative Umweltprojekt durch LH Dr. Erwin Pröll, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und EVN Vorstandssprecher Dr. Burkhard Hofer.

Zur Realisierung des Vorhabens hat die Stadt St. Pölten ihre Fernwärmeaktivitäten aus den St. Pöltener Stadtwerken in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, an der die EVN 49 % erworben hat.
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