21.04.2010

Verbund und EVN realisieren gemeinsam albanisches Wasserkraftwerk Ashta – Syndikatsvertrag unterzeic

Erste internationale Kooperation zwischen EVN und Verbund besiegelt
Wien, 21. April 2010. Verbund und EVN haben einen Syndikatsvertrag für das Wasserkraftwerk Ashta unterschrieben, das bis 2012 im Norden Albaniens errichtet wird. Damit ist die erste internationale Partnerschaft zwischen Österreichs größtem Stromkonzern Verbund und der in mehreren Wasserkraftwerksprojekten in Albanien engagierten EVN nun auch formal perfekt. Verbund und EVN sind zu jeweils 50 Prozent am Kraftwerk am Fluss Drin beteiligt. Die Realisierung des Kraftwerksprojekts ist Aufgabe der Projektgesellschaft Energji Ashta mit Sitz in Tirana, im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages ist der Verbund mit Bau und Betriebsführung beauftragt.

Projekt bereits in Bau
Die albanische Regierung hatte am 15. Jänner 2008 mit dem Ausschreibungsverfahren für das Wasserkraftwerk Ashta am Drin-Fluss begonnen. Der Verbund setzte sich dann in einem Bieterverfahren gegen internationale Konkurrenz durch und wurde schließlich im Juli 2008 von der albanischen Regierung als Bestbieter für das Projekt im Norden Albaniens ausgewählt.

Am 30. September 2008 wurde in Tirana im Beisein des albanischen Ministerpräsidenten Sali Berisha der Konzessionsvertrag unterzeichnet. Das Flusskraftwerk wird südlich von Shkoder, der viertgrößten albanischen Stadt, realisiert.

Im März 2010 wurde bereits mit dem Bau des innovativen Laufwasserkraftwerks Ashta begonnen, dieses soll mit der innovativen Hydro-Matrix Technologie ausgestattet werden. Bereits 2012 wird das weltgrößte Hydro-Matrix Kraftwerk Ashta mit einer Kapazität von mehr als 50 MW in Betrieb gehen. Es soll jährlich mehr als 240 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und so rund 100.000 albanische Haushalte mit Strom versorgen. Insgesamt investieren Verbund und EVN rund € 200 Mio. in die Errichtung.

Hohes Tempo
Die Genehmigungen für das Projekt konnten in Rekordzeit eingeholt werden: innerhalb eines Jahres bekam man von den albanischen Behörden grünes Licht für alle notwendigen Genehmigungen.

Dabei gelten in Albanien ähnliche technische und umweltmäßige Standards wie in Österreich.

Stabiles Umfeld
Albanien ist beim Strombedarf nach wie vor ein Wachstumsmarkt. So wurde selbst im aktuell schwierigen Umfeld laut der jüngsten Studie des Wiener Instituts für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) ein Wirtschaftswachstum von 3 % für 2009, 4 % für 2010 und 6 % für 2011 prognostiziert, welches deutlich über den anderen Ländern der Region liegt. Parallel wird ein Stromverbrauchswachstum von 4 % pro Jahr bis 2020 vorausgesagt.

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