10.12.2001

EVN Jahresergebnis 2000/01 (1. Oktober 2000 - 30. September 2001)

- Unversteuertes Ergebnis auf Vorjahresniveau - Einstieg in das Wassergeschäft - Baubeginn für Müllverbrennungsanlage - Zusammenschluß zur EnergieAllianz

Erlöse

Ungeachtet der gegenüber dem Vorjahr höheren Temperaturen sowie der rückläufigen Konjunktur stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Energieerlöse um 6,1 % gegenüber dem Vorjahr an. Dies ist insbesondere auf Mehrerlöse in den Bereichen Gas und Wärme zurückzuführen. Die gesamten Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2000/01 um 7 % gesteigert werden.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger lag im Geschäftsjahr 2000/01 um 16,1 % über dem bereits beachtlichen Vorjahreswert. Bedingt war dies vor allem durch das nach wie vor ausgeprägt hohe Niveau der Gasbezugspreise, zusätzlich stiegen auch die durchschnittlichen Bezugspreise für Fremdstrom während des Berichtszeitraumes spürbar an.

Der Material- und Betriebsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %, was vor allem durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises begründet ist.

Trotz der Erweiterung des Konsolidierungskreises und einer Erhöhung der kollektivvertraglichen Gehälter um durchschnittlich 2,9 % per 1. November 2000 konnte der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2000/01 gegenüber dem Vorjahr aufgrund geringerer Rückstellungserfordernisse um insgesamt 8,1 % reduziert werden. Ungeachtet der erwähnten deutlichen Ausweitung des Konsolidierungskreises verringerte sich der durchschnittliche Personalstand in der EVN Gruppe im Berichtszeitraum um 0,8% auf 2.204 Personen.

Die Abschreibungen konnten im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichswert aus 1999/00 um 9,6 %
verringert werden. Dieser Rückgang ist auf den im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geringeren Anteil außerplanmäßiger Abschreibungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten trotz der Erweiterung des Konsolidierungskreises
durch geringere Rückstellungserfordernisse ebenfalls klar unter das Niveau des Vorjahres gesenkt werden.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Ungeachtet der in Summe schwierigen Rahmenbedingungen konnte das operative Ergebnis im
Geschäftsjahr 2000/01 um 1,6 Mio EUR bzw. 1,4 % auf 121,0 Mio EUR gesteigert werden. Damit wurde
eine EBIT-Marge von 11,9 % erzielt, die nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 12,6 % liegt.

Positives Finanzergebnis

Im Finanzbereich brachte das abgelaufene Geschäftsjahr mit rund 26,5 Mio EUR erneut ein erfreuliches Beteiligungsergebnis. Insbesondere unter Berücksichtigung eines geringeren Zinsergebnisses kam das
Finanzergebnis insgesamt mit 5,3 Mio EUR um 34,0 % unter dem Vorjahreswert zu liegen.

Unversteuertes Ergebnis auf Vorjahresniveau

Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2000/01 insgesamt ein unversteuertes Ergebnis von 126,3 Mio EUR, um 1,1 Mio EUR bzw. 0,9% unter dem Vorjahreswert. Das Jahresergebnis liegt – nach Berücksichtigung von Ertragsteuern und Anteilen anderer Gesellschafter – mit 87,8 Mio EUR um 6,7 Mio EUR bzw. 7,1% unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das während des Geschäftsjahres 2000/01 erwirtschaftete Ergebnis entspricht einem Return on Equity (ROE) von 9,4 % (Vorjahr: 11,3 %) und einem Return on Capital Employed (ROCE) von 6,4 % (Vorjahr: 7,5 %).

Dividendenvorschlag

Aufgrund des Jahresergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende auf dem Niveau des Vorjahres von EUR 0,70 je Aktie vorschlagen.

Ausblick

EVN Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber: “Der Jahresabschluß 2000/01 kann als gut bezeichnet werden. Insbesondere im Strombereich sind aber bereits deutliche Effekte der Strommarktliberalisierung festzustellen. Mit dem grünen Licht für die Bildung der EnergieAllianz wird diese durch die Zusammenführung des Energievertriebs der Partnerunternehmen deutlich an Marktpotential gewinnen.

Über die reine Energieversorgung hinaus bietet die EVN zusätzliche Infrastrukturdienstleistungen an und hat ihr Produktportfolio damit erfolgreich in kerngeschäftsnahe Bereiche diversifiziert. Mit der evn wasser ist der Einstieg der EVN in die Wasserwirtschaft erfolgt. Neue Geschäftsperspektiven werden sich durch die geplante Verlängerung der Wertschöpfungskette in Richtung Endkundenversorgung sowie durch den Einstieg in das Abwassergeschäft ergeben. Weiters verlaufen auch die Bauarbeiten zur Errichtung der größten thermischen Abfallverwertungsanlage Österreichs beim Kraftwerk Dürnrohr durch die AVN plangemäß. Die Anlage wird im Herbst 2003 den Vollbetrieb aufnehmen.

Diese Vorhaben eröffnen langfristige Wachstumsperspektiven im Heimmarkt Niederösterreich sowie mit Partnern in ganz Österreich und unseren Nachbarländern.”

Den Geschäftsbericht 2000/01 finden Sie auf der EVN Homepage unter http://www.investor.evn.at/gb2001.
 

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