30.09.2011

EVN eröffnet Erdgashochdruckleitung „Südschiene“

Am 30.9.2011 wurde die Erdgashochdruckleitung „Südschiene“, das bisher größte Gasleitungsprojekt in der Unternehmensgeschichte der EVN eröffnet.
Am 30.9.2011 wurde die Erdgashochdruckleitung „Südschiene“, das bisher größte Gasleitungsprojekt in der Unternehmensgeschichte der EVN eröffnet.
 
Um die Versorgungssicherheit im Süden (Nieder-) Österreichs auch in Zukunft zu gewährleisten, errichtete EVN die überregionale Erdgashochdruckleitung „Südschiene“. Die neue Südschiene ersetzt alte Leitungen aus den 1950er Jahren.
Dieses Projekt wurde auch aufgrund von Kapazitätsengpässen im südlichen Österreich erarbeitet. Durch den Bau der Leitungen wird die Nachfrage nach Erdgas für Kraftwerke, Großverbraucher und Haushalte auf lange Sicht abgedeckt.
Die Investitionskosten betrugen rund 114 Mio. Euro.
 
EVN Vorstand Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr: „Der Bau der Südschiene ist eine wesentliche Maßnahme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in Niederösterreich und über die Landesgrenzen hinaus“.
 
Die 120 km lange Leitung von Gänserndorf bis auf den Semmering konnte planmäßig und ohne Verzögerung im Herbst 2011 fertiggestellt werden. Die Hochdruckleitung führt von Gänserndorf über Velm, Eggendorf und Peisching/Hohe Wand bis zur Übergabestation am Semmering. Von dort wurde die Leitung durch die Gasnetz Steiermark GmbH bis in den Großraum Graz weitergeführt.
 
 
„Südschiene“ – ein langes Stück Arbeit
 
Bis zu 150 Personen arbeiteten gleichzeitig an der Leitung. Einige Bereiche stellten die Experten vor große Herausforderungen, so auch das letzte Teil-Stück in Maria Schutz/Semmering. Die Experten erklimmten den Berg mit ihren 50 Tonnen-Seitenbaumraupen während sie ein 3,5 Tonnen schweres Rohr balancierten. So ein Rohr hat rund 800 mm Durchmesser eine Wandstärke von rund 10 mm und eine Länge von durchschnittlich 17 Metern. Insgesamt wurden Rohre mit einem Gesamtgewicht von knapp 26.000 Tonnen verlegt. Bei Bereichen mit einer Steigung von bis zu 100 % (45Grad) erforderte dies von den einzelnen Mitarbeitern höchste Konzentration.
 
Trotz der gefährlichen Arbeiten kann Layr eine erfolgreiche Bilanz ziehen: „Für uns steht das Thema Sicherheit an erster Stelle. Es freut mich sehr, dass wir beim gesamten Projekt keinen einzigen Arbeitsunfall hatten.“
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