18.04.2008

EVN nimmt Biomasse Versuchsanlage im Kraftwerk Dürnrohr in Betrieb

Die Anlage soll aus Feldbiomasse hochwertiges Biogas erzeugen, das künftig im benachbarten Kraftwerk als Ersatzbrennstoff zum Einsatz kommen kann

Heute wird auf dem Areal des Kraftwerks Dürnrohr eine Biomasse-Versuchsanlage von NÖ Umweltlandesrat Josef Plank, EVN Vorstandssprecher Dr. Burkhard Hofer und Landwirtschafskammerpräsident NR Ing. Hermann Schultes in Betrieb genommen. In dieser Anlage soll aus Feldbiomasse hochwertiges Biogas erzeugt werden, das künftig im benachbarten Kraftwerk als Ersatzbrennstoff zum Einsatz kommen kann. In der Versuchsanlage soll vorwiegend Feldbiomasse, wie Getreide- und Maisstroh, Luzerne und Energiekorn eingesetzt werden. In der ersten Stufe hat die Anlage eine thermische Leistung von ca. 3 Megawatt. Allein der Einsatz des in der Versuchsanlage erzeugten Biogases als Ersatzbrennstoff könnte 2.000 Tonnen Steinkohle und 7.000 Tonnen CO² einsparen.

Ein großer Teil des auf landwirtschaftlichen Flächen erzeugten Strohs wurde bisher nicht genutzt. Auch unter Berücksichtigung eines ausgeglichenen Humushaushalts, d.h., dass eine entsprechende Menge Stroh auf dem Acker zur Humusneubildung verbleibt, gibt es hier ein beträchtliches Potential in der niederösterreichischen Landwirtschaft.

NR Ing. Hermann Schultes: "Pflanzenstroh aus der Region gibt die Möglichkeit zur CO² neutralen Wärmebereitstellung. Nachhaltige Landwirtschaft kann unsere Inlandsversorgung deutlich verbessern."

Das Kernstück der Anlage bildet ein indirekt beheizter Drehrohrofen, in dem die Biomasse unter Luftabschluss auf ca. 450°C bis 650°C erhitzt wird. Bei diesem Vorgang entstehen Pyrolysegas und Pyrolysekoks für die thermische Nutzung. Die Biomasse-Versuchsanlage hat einen jährlichen Feldbiomassebedarf von ca. 1.600 t

Durch den Einsatz bislang nicht genutzter Feldbiomasse können fossile Brennstoffe ersetzt und CO² eingespart werden. Die Investitionskosten für die Versuchsanlage betragen rund 8 Millionen EUR.

Damit sichert EVN nicht nur Arbeitsplätze und Einkommen in der Landwirtschaft, sondern leistet mit der Errichtung der Vorschaltanlage auch einen erheblichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

LR Josef Plank: "Niederösterreich ist beim Einsatz erneuerbarer Energien Spitzenreiter in Österreich. Damit das so bleibt, brauchen wir künftig ein vernünftiges Ökostromgesetz. Nur ein neues Gesetz kann Planungs- und Investitionssicherheit auf längere Sicht sicherstellen."

EVN Vorstandssprecher Burkhard Hofer: "Die EVN setzt bei ihrer Stromaufbringung seit Jahren auf einen flexiblen Erzeugungsmix aus Wasser- und Wärmekraft sowie Alternativenergie, der auf Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit abzielt. Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Hier sehen wir noch ein beträchtliches Potential in Niederösterreich."

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