21.02.2003

Eröffnung Biomasse-Fernheizwerk Bad Schönau

Die Eröffnung für die Anlage erfolgt heute, 21. Februar 2003, durch Landesrat D.I. Josef Plank, EVN Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber und Bürgermeister Robert Prossegger.
In der Gemeinde Bad Schönau hat die EVN in Zusammenarbeit mit der bäuerlichen Fernwärmegenossenschaft Krumbach ein Biomasse-Fernheizwerk zur Versorgung von Haushalten, Gewerbebetrieben und den großen Kurhotels mit Naturwärme errichtet. Als Brennstoff wird Waldhackgut und Rinde aus der Region zum Einsatz kommen.

Die Biomasse-Anlage verfügt über eine Leistung von 1,7 Megawatt und liefert Naturwärme in das 1.900 Meter lange Fernwärmenetz ein. Die Fernwärmegenossenschaft Krumbach besteht aus über 60 Landwirten aus Krumbach und Bad Schönau, die gemeinsam rund 1.500 Hektar Wald bewirtschaften. Sie betreuen in Kooperation mit der EVN das Heizwerk und gewährleisten die Versorgung der Anlage mit Biomasse.

Landesrat Josef Plank: "Die Kurgemeinde Bad Schönau setzt auf Naturwärme aus den umliegenden Wäldern. Damit leistet sie gemeinsam mit der EVN einen Beitrag zum Klimaschutz. Durch die bäuerliche Beteiligung bleibt die Wertschöpfung in der Region. In Niederösterreich sind bereits 2.600 Landwirte Energielieferanten."

In Bad Schönau werden jährlich 12.000 Schüttraummeter Biomasse eingesetzt. Dadurch werden rund 900.000 Liter Heizöl bzw. 2.800 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Die EVN betreibt bereits 28 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und ist darüber hinaus mit einem Einsatz von über 270.000 Schüttraummetern Hackschnitzel im Jahr der größte österreichische Versorger mit Wärme aus Biomasse. Insgesamt verfügen die von der EVN betriebenen Biomasseanlagen heute über eine thermische Leistung von 60,5 Megawatt.

Biomasse ist ein Energieträger mit Zukunft, für den sich in Niederösterreich immer mehr Kunden entscheiden. Ein Energieträger, der nicht nur besonders umweltfreundlich ist, sondern der bei einer Vollkostenrechnung auch zu einem absolut günstigen Preis für den Kunden von der EVN bereitgestellt wird.

Schließlich bringt die Nutzung von Biomasse auch für die Umwelt eine erhebliche Entlastung, da der Ersatz vieler einzelner Feuerungsanlagen durch eine zentrale, professionell betriebene Kesselanlage die Luftbelastung ganz beträchtlich verringert. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen haben, sodaß dieser Energieträger auch als CO2-neutral bezeichnet wird.

Biomasse steht in Niederösterreich reichlich zur Verfügung. Die Waldfläche in Niederösterreich beträgt rund 755.000 Hektar. Damit der Wald in gutem Zustand bleibt, müssen alleine im Rahmen der Waldpflege jährlich 760.000 Festmeter Restholz aus der Durchforstung aus unseren Wäldern abtransportiert werden. In Niederösterreich bietet sich damit die Nutzung dieses erneuerbaren Energieträgers für Wärme und künftig auch elektrische Energie an.
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