28.05.2003

Geschäftsverlauf der EVN AG im 1. Halbjahr 2002/03

• Versteuertes Halbjahresergebnis leicht unter Vorjahr • Steigende Energiebezugspreise und Wettbewerbsdruck belasten Ergebnis • Österreichische Gaslösung – EconGas seit Jänner 2003 operativ tätig • Österreichische Stromlösung – EU-Entscheidung steht bevor • Neue thermische Abfallverwertungsanlage im Probebetrieb
(1. Oktober 2002 – 31. März 2003)

Absatz und Erlösentwicklung

EVN ist es im 1. Halbjahr 2002/03 gelungen, ihre Umsätze in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

Die Stromerlöse stiegen im 1. Halbjahr um 3,1 % auf 334,9 Mio EUR. Im Gasbereich hingegen reduzierten sich die Umsätze um 7,6 % auf 269,1 Mio EUR, da die Einmalerlöse aus den Handelsgeschäften des Vorjahres sowie die Erlöse der Großkunden entfielen, die ab 1. Jänner 2003 durch die EconGas betreut werden, wodurch es zu einer Periodenverschiebung kommt. Die Wärmeerlöse stiegen um 9,9 % auf 30,1 Mio EUR. Bei den anderen Umsatzerlösen konnte hauptsächlich wegen gestiegener Abrechnungen von Kundenaufträgen zur Anlagenerrichtung eine Steigerung um 15,9 % auf 44,5 Mio EUR verzeichnet werden. Insgesamt konnte ein Gesamtumsatz von 687,2 Mio EUR erzielt werden, welcher um 0,4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag.

Aufwendungen

Trotz des leichten Umsatzrückgangs im Energiebereich haben sich die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger im Berichtszeitraum um 3,2 % auf 347,3 Mio EUR erhöht. Dieser Anstieg beruht auf höheren Kosten für Primärenergie sowie zusätzlichen Aufwendungen für Ökostrom und Ausgleichsenergie, vor allem aber auf gestiegenen Strom-Großhandelspreisen.

Der Material- und Betriebsaufwand stieg infolge einer Erhöhung der Fremdleistungen, insbesondere im Zusammenhang mit Kundenaufträgen zur Anlagenerrichtung, um 8,0 % auf 47,3 Mio EUR. Dank der Reduktion des Pensionsaufwands konnte der Anstieg der Personalkosten, trotz leicht gestiegenem Personalstand, mit 0,8 % insgesamt moderat gehalten werden.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 1,3 % auf 58,7 Mio EUR, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 5,2 % auf 21,5 Mio EUR.

Ergebnis

Vorallem aufgrund der ungünstigen Entwicklung der Energiebezugspreise erreichte das operative Ergebnis (EBIT) mit 139,0 Mio EUR – dies entspricht einem Rückgang um 13,1 % – nicht das außergewöhnlich hohe Niveau des Vorjahres.

Das Finanzergebnis für das 1. Halbjahr 2002/03 hat sich hingegen verbessert. Hier ging zwar das Beteiligungsergebnis durch stichtagsbedingt erforderliche Abgrenzungen zurück. Dieser Effekt konnte jedoch durch positive Bewertungsänderungen bei den Finanzinstrumenten und durch ein stark verbessertes Zinsergebnis wettgemacht werden. Per Saldo wurde damit eine Verbesserung des Finanzergebnisses um 9,3 Mio EUR auf 5,2 Mio EUR erzielt.

Insgesamt ergibt sich auf dieser Basis ein unversteuertes Ergebnis, das mit 144,3 Mio EUR um 11,7 Mio EUR bzw. 7,5 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Aufgrund einer geringeren Dotierung der latenten Steuern reduzierte sich der Aufwand für Ertragsteuern, sodass das versteuerte Ergebnis mit 97,4 Mio EUR gegenüber der Vergleichsperiode einen Rückgang von 3,1 Mio EUR bzw. 3,1 % zeigt.

Ausblick


GD Dr. Rudolf Gruber: "Trotz des vor allem durch den Wettbewerbsdruck und gestiegene Energiebezugspreise bedingten leichten Ergebnisrückgangs hat die EVN im 1. Halbjahr eine solide Basis für die Entwicklung im gesamten Geschäftsjahr gelegt. EVN wird ihre Anstrengungen verstärken, um die Ertragskraft des Unternehmens auch in Zukunft sicherzustellen.

Darüber hinaus bereiten wir uns auch mit unseren Partnern darauf vor, von der bevorstehenden EU-Osterweiterung zu profitieren. Gerade für Ostösterreich können hier spürbare Wachstumsimpulse erwartet werden."
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