26.05.2004

Geschäftsverlauf der EVN AG im 1. Halbjahr 2003/04

· Umsatzsteigerungen bei Strom, Wärme, Wasser und thermischer Abfallverwertung · Operatives Ergebnis deutlich gesteigert · Spürbar höheres Beteiligungsergebnis · Periodenüberschuss signifikant über Vorjahresniveau · Erfreuliche Entwicklungsperspektiven in den neuen Geschäftsbereichen Wasser und thermische Abfallverwertung · Österreichische Stromlösung vor Umsetzung
(1. Oktober 2003 – 31. März 2004)

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der EVN Gruppe lagen im 1. Halbjahr 2003/04 mit 687,9 Mio EUR um 0,8 Mio EUR bzw. 0,1 % über dem Vorjahreswert. Hauptgrund für diese nur marginale Umsatzsteigerung war die mit 1. Jänner 2003 erfolgte Umstellung der Vertriebsstruktur im Gasgeschäft, in deren Rahmen die Betreuung von Großkunden sowie der Gashandel an die EconGas übertragen wurden. Die Ergebnisbeiträge der EconGas sind nun at equity im Finanzergebnis enthalten.

Eine Erhöhung um 10 % auf 368,3 Mio EUR zeigten im 1. Halbjahr 2003/04 die Stromerlöse. Dies ist vor allem auf die erhöhte Produktion in thermischen Kraftwerken zurückzuführen.

Die Erlöse aus dem Gasgeschäft hingegen lagen mit 206 Mio EUR um 23,5 % unter dem Vorjahreswert. Neben dem Entfall des Handelsgeschäfts sowie der Umsätze mit Großkunden, die nunmehr durch die EconGas betreut werden, wirkte sich hier auch das gegenüber dem Vorjahr etwas höhere Temperaturniveau dämpfend aus.

Zu einem deutlichen Anstieg der Erlöse im Wassergeschäft um 20,3 Mio EUR auf 28,8 Mio EUR führte die im Berichtszeitraum erstmals erfolgte Einbeziehung der WTE Gruppe in den Konzernabschluss.

Die Wärme und sonstigen Umsatzerlöse erhöhten sich im 1. Halbjahr 2003/04 um 19,8 % auf 71,3 Mio EUR. Dieser Zuwachs ist in erster Linie auf den seit 1. Jänner 2004 laufenden Vollbetrieb der thermischen Abfallverwertungsanlage Dürnrohr zurückzuführen, der Erlöse in Höhe von 13,4 Mio EUR erbracht hat. Die Wärmeerlöse nahmen im 1. Halbjahr 2003/04 aufgrund des laufenden Zuwachses an Kundenanlagen um 8,2 % auf 32,5 Mio EUR zu.

Aufwand

Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger gingen aufgrund des Umsatzrückgangs im Gasbereich im Berichtszeitraum zwar absolut um 10,8 % auf 309,7 Mio EUR zurück, in Relation zum Umsatz befinden sich die Kosten für Fremdstrom und Primärenergie jedoch weiterhin auf sehr hohem Niveau. Der Material- und Betriebsaufwand erhöhte sich
– insbesondere durch einen Anstieg der Fremdleistungen im Zusammenhang mit den Projekten der WTE –
auf 67,0 Mio EUR.

Der Mitarbeiterstand und damit auch der Personalaufwand der EVN Gruppe hat sich gegenüber dem 1. Halbjahr des Vorjahres deutlich erhöht. In Summe lag der durchschnittliche Mitarbeiterstand des Konzerns im Berichtszeitraum mit 2.568 Personen um 365 Personen bzw. 16,6 % über dem Vorjahreswert. Hauptgrund für diese Entwicklung waren die während des letzten Geschäftsjahres vorgenommenen Erweiterungen des Konsolidierungskreises sowie die erstmalige Einbeziehung der WTE Gruppe, die allein zu einem Zugang von 259 Mitarbeitern führte. Mit einem Plus von 7,2 % auf 97,9 Mio EUR erhöhte sich der Personalaufwand vor diesem Hintergrund allerdings klar unterproportional.

Die Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum mit 66,7 Mio EUR um 13,6 % über dem Vorjahresniveau. In erster Linie ist dies durch die hohen Investitionen des Vorjahres in den Bereichen Strom, Wärme und thermische Abfallverwertung begründet.

Ergebnis

Das operative Ergebnis (EBIT) der EVN Gruppe lag im 1. Halbjahr 2003/04 mit 154,1 Mio EUR 10,9 % über dem Vorjahreswert vor allem aufgrund der Ergebnisbeiträge der neuen Geschäftsbereiche Wasser und thermische Abfallverwertung.

Das Finanzergebnis lag per Saldo mit 12,5 Mio EUR deutlich über dem Vorjahreswert. Hauptverantwortlich dafür war der Anstieg im Beteiligungsergebnis, der primär aus der Equity-Bewertung von BEWAG, BEGAS und EconGas resultierte. Zusätzlich wurden auch die Dividendenausschüttungen der Verbundgesellschaft sowie der Energie AG erhöht.

In Summe resultiert daraus ein unversteuertes Ergebnis von 166,7 Mio EUR, das den Vorjahreswert um 15,5 % übertrifft. Der Konzerngewinn verbesserte sich um 21,2% auf 118,0 Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg um 21,2 %
auf 3,14 EUR.

Ausblick

GD Dr. Rudolf Gruber: Das Ergebnis des 1. Halbjahres 2003/04, das erstmals auch nennenswerte Beiträge unserer Geschäftsfelder Wasser und thermische Abfallverwertung enthält, unterstreicht die steigende Bedeutung dieser beiden Bereiche für die künftige Entwicklung des Unternehmens. Die EVN Gruppe verfügt über hochspezialisiertes Know-how in den Infrastrukturbereichen Energie, Wasser und thermische Abfallbehandlung. Durch die dynamischen Wachstumsperspektiven in diesen Geschäftsfeldern im In- und Ausland sollen Wasser und thermische Abfallverwertung bereits mittelfristig bis zu einem Drittel des Gesamtumsatzes und -ergebnisses der EVN Gruppe erwirtschaften und damit die künftige Ertragsstärke des Konzerns auf hohem Niveau sichern.

Aufgrund der hohen Saisonalität in der Energiewirtschaft kann die positive Entwicklung der EVN Gruppe im 1. Halbjahr nicht ohne weiteres auf das gesamte Geschäftsjahr 2003/04 hochgerechnet werden. Auf Basis des Halbjahresergebnisses rechnen wir mit einer positiven Entwicklung für das Geschäftsjahr 2003/04.
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