30.08.2002

Geschäftsverlauf der EVN AG in den ersten drei Quartalen 2001/02

·Verkaufssteigerungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen ·Ergebnisbelastung durch gestiegene Aufwendungen ·Nächste Phase für österreichische Strom- und Gaslösung - wettbewerbsrechtliche Genehmigung ·Übernahme der Gasversorgung der Stadt Korneuburg
(1. Oktober 2001 – 30. Juni 2002)

Absatz- und Erlösentwicklung


Weiterhin liegen die Energieerlöse der EVN mit einem Gesamtwert von 833,7 Mio EUR für die ersten drei Quartale – das entspricht einer Steigerung um 8,5 % – deutlich über dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres. Auch die anderen Umsatzerlöse haben sich durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises (v.a. die Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen evn wasser) sowie durch höhere Umsatzerlöse in den Dienstleistungsbereichen spürbar erhöht und liegen sogar um 21,7 % über dem Vorjahreswert. In Summe übertreffen die Umsatzerlöse der EVN im Berichtszeitraum mit 904,3 Mio EUR den Vergleichswert des Vorjahres um 9,4 %.

Der Stromverkauf der EVN konnte im Berichtszeitraum – unter Berücksichtigung des Verkaufs an andere Energieversorgungsunternehmen – mit einem Anstieg um insgesamt 9,0 % deutlich gesteigert werden. Der Stromverkauf an Endkunden verringerte sich dabei allerdings um insgesamt 1,4 %. Neben einer um 2,4 % geringeren Nachfrage bei den Tarifkunden, blieb der Verkauf an Sondervertragskunden annähernd konstant. Parallel dazu zeigten der Stromhandel sowie der Verkauf an andere Energieversorger eine anhaltend hohe Dynamik und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr nahezu um die Hälfte. Weniger günstig entwickelten sich angesichts der Absatzstruktur die Stromerlöse, die sich in Summe um 0,3 % reduzierten. Besonders deutliche Zuwächse zeigte im Berichtszeitraum das Gasgeschäft der EVN. So hat sich – in erster Linie dank der niedrigen Temperaturen im 1. Quartal – der Absatz an Tarifkunden um 3,8 % erhöht. Die EVN konnte im Berichtszeitraum zusätzlich umfangreiche Gashandelsgeschäfte abwickeln. Insgesamt konnte das Verkaufsvolumen damit um 41,6 % ausgeweitet werden. Mit einem Plus von 21,2 % blieb die Steigerung der Gaserlöse aufgrund der im Handelsgeschäft geringeren erzielbaren Erlöse allerdings klar unter dem Volumenszuwachs.

Im Wärmebereich sorgten die im 1. Quartal vorherrschenden tiefen Temperaturen bei gleichzeitig laufenden Anlagenzuwächsen ebenfalls für deutliche Absatzsteigerungen. Insgesamt nahm der Verkauf um 5,4 % zu, die Erlöse konnten mit einem Plus von 12,6 % sogar überproportional erhöht werden.

Die vollkonsolidierte Tochtergesellschaft evn wasser hat im Berichtszeitraum mit 17,4 Mio m3 um 9,1 % mehr Wasser abgesetzt als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Wassererlöse stiegen um 16,2% von 11,7 Mio EUR auf 13,6 Mio EUR.

Aufwendungen

Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger haben sich – gemessen am gestiegenen Absatz- und Umsatzvolumen – mit einem Anstieg von 7,3 % relativ moderat erhöht. Neben den Verkaufssteigerungen des Berichtszeitraumes war dieser Anstieg vor allem auf ein im Jahresvergleich höheres Bezugspreisniveau für Fremdstrom zurückzuführen, das zum Teil allerdings durch die Substitution von Fremdstrombezug durch kalorische Eigenerzeugung kompensiert werden konnte. Mit einem Plus von 11,2 % relativ deutlich gestiegen ist im Berichtszeitraum der Personalaufwand. Hauptgrund dafür ist – neben dem höheren Mitarbeiterstand und einer Anhebung der kollektivvertraglichen Gehälter per 1. November 2001 um 3,6 % – ein Anstieg der Aufwendungen für Pensionen, die im Vorjahr infolge einer Pensionsabfindungsaktion, die zur Auflösung von Rückstellungen geführt hatte, außergewöhnlich niedrig gewesen waren. Bedingt durch die im letzten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres vorgenommenen Verkürzungen der Nutzungsdauer von Gasleitungen und Lichtwellenleitern erhöhten sich die Abschreibungen im Berichtszeitraum um 30,5%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen v.a. aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises.

Ergebnis

Die spürbare Erhöhung der Aufwendungen konnte durch die Umsatzsteigerung des Berichtszeitraumes mehr als kompensiert werden, sodass das operative Ergebnis (EBIT) der EVN für die ersten drei Quartale 2001/02 trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit 157,6 Mio EUR um 5,9 % über den Vergleichswert des Vorjahres gesteigert werden konnte. Deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt hingegen mit –15,8 Mio EUR das Finanzergebnis. Neben einem Anstieg der Zinsaufwendungen als Folge der geänderten Finanzierungsstruktur lag der Hauptgrund dafür in Vorsorgen für gewährte Finanzierungen. Insgesamt ergibt sich damit ein unversteuertes Ergebnis, das mit 141,8 Mio EUR um 14,7 Mio EUR bzw. 9,4 % unter jenem des Vorjahres liegt. Der Cash-Flow aus dem Ergebnis konnte im Berichtszeitraum um 41,0 Mio EUR bzw. 18,8% auf 259,2 Mio EUR gesteigert werden.

Ausblick

GD Dr. Rudolf Gruber:“Trotz schwieriger Bedingungen ist es der EVN in den ersten drei Quartalen gelungen, das operative Ergebnis der Vorjahresperiode zu übertreffen. Allerdings werden sich der weiterhin starke Margendruck im Energiegeschäft sowie die derzeit mit 10 bis 15 Mio EUR geschätzten Auswirkungen der im August aufgetretenen Hochwasserschäden negativ auf die Ertragslage auswirken.

Mit der beabsichtigten Konsolidierung des österreichischen Strom- und Gasmarktes konnte EVN gemeinsam mit ihren Partnern in den letzten Monaten eine richtungsweisende Perspektive für eine auch im geöffneten Markt wettbewerbsfähige Unternehmensstruktur und Marktpositionierung entwickeln. Mit diesem Schritt wird eine zukunftsträchtige Basis für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung geschaffen.“

Den Aktionärsbrief über die ersten drei Quartale 2001/02 finden Sie auf der EVN Homepage unter der Internetadresse http:\\www.evn.at
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