28.05.2002

Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2001/02

- Erfreuliche Absatzzuwächse im Energiebereich - Neuerliche Umsatz- und Ergebnissteigerung - Erwerb eines Anteils von 9,4 % an der Energie AG Oberösterreich - Beitritt von Energie AG und BEWAG zur EnergieAllianz - Durchbruch für österreichische Strom- und Gaslösung
(1. Oktober 2001 - 31. März 2002)

Absatz und Erlösentwicklung

Mit einem Gesamtvolumen von 643,5 Mio EUR – dies entspricht einer Steigerung um 9,6 % – liegen die Energieerlöse der EVN im Berichtszeitraum deutlich über dem Vorjahresniveau. Die anderen Umsatzerlöse konnten durch die Einbeziehung der evn wasser und durch eine Ausweitung der Umsätze in den Servicebereichen sogar um 32,3 % gesteigert werden. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse der EVN im 1. Halbjahr 2001/02 mit 689,9 Mio EUR um 10,9 % über dem Vorjahreswert. Die übrigen betrieblichen Erträge hingegen blieben durch einen Rückgang der Leistungsverrechnungen mit nicht konsolidierten Beteiligungen um 6,2 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Der Stromverkauf der EVN konnte im Berichtszeitraum mit einem Anstieg von insgesamt 8,2 % deutlich erhöht werden. Neben einer witterungsbedingt geringen Verkaufssteigerung von 0,3 % im Tarifkundenbereich konnte im Verkauf an Sondervertragskunden ein Anstieg von 3,7 % verzeichnet werden, der vor allem auf Absatzausweitungen außerhalb des EVN Versorgungsgebietes zurückzuführen ist. Hauptträger dieses Zuwachses waren jedoch starke Steigerungen im Stromhandel und bei Lieferungen an andere Energieversorgungsunternehmen. Die Stromerlöse erhöhten sich vor diesem Hintergrund um insgesamt 1,3 %.

Markante Zuwächse verzeichnete im Berichtszeitraum der Gasverkauf der EVN. So hat sich der Absatz an Tarifkunden um 7,7 % erhöht, was in erster Linie auf den Temperaturverlauf im 1. Quartal zurückzuführen war. Der Verkauf an Sondervertragskunden lag mit einem Minus von 1,3 % zwar knapp unter dem Vorjahresniveau, die EVN konnte im Berichtszeitraum aber zusätzlich umfangreiche Gashandelsgeschäfte tätigen. Insgesamt stieg der Gasverkauf damit um 39,1 % über den Vorjahreswert, die Gaserlöse lagen aufgrund der relativ geringen Margen dieser Handelsgeschäfte nur um 20,0 % über dem Vorjahreswert.

Im Wärmebereich sorgten die im 1. Quartal vorherrschenden tiefen Temperaturen kombiniert mit laufenden Anlagenzuwächsen ebenfalls für deutliche Absatzsteigerungen. Insgesamt wurde der Verkauf im 1. Halbjahr um
8,5 % ausgebaut, die Erlöse stiegen um 15,5 %.

Über die vollkonsolidierte Tochtergesellschaft evn wasser, die seit 1. Juli 2001 in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wird, wurden im Berichtszeitraum 10,5 Mio m³ Wasser abgesetzt. Damit konnte der Vergleichswert aus dem Vorjahr knapp übertroffen werden.

Aufwendungen


Moderat erhöht haben sich mit einem Plus von 2,4 % im Berichtszeitraum die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger. Dies ist neben der Absatzausweitung vor allem auf eine Steigerung der kalorischen Eigenerzeugung und die damit verbundenen Mehraufwendungen für Gas und Kohle zurückzuführen.

Durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises, insbesondere die Einbeziehung der evn wasser, lag der durchschnittliche Mitarbeiterstand der EVN Gruppe im 1. Halbjahr 2001/02 mit 2.189 Beschäftigten um 27 Personen bzw. 1,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Neben dieser Ausweitung sowie einer Erhöhung der kollektivvertraglichen Gehälter per 1. November 2001 um 3,6 % bewirkte vor allem ein Anstieg des Aufwandes für Pensionen, der im Vorjahr durch Pensionsabfindungen und damit verbundene Rückstellungsauflösungen außergewöhnlich gering gewesen war, eine Erhöhung des Personalaufwandes um insgesamt 12,3 %.

Die Abschreibungen erhöhten sich infolge der getätigten Investitionen, aber auch wegen einer im vergangenen Geschäftsjahr vorgenommenen Verkürzung der Nutzungsdauern für Gasleitungen sowie für Lichtwellenleiter, um 32,1 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen trotz der Erweiterung des Konsolidierungskreises mit 4,0 % nur moderat.

Ergebnis

Trotz in Summe gestiegener Aufwendungen konnte die EVN im 1. Halbjahr 2001/02 ihr operatives Ergebnis (EBIT) auf Basis der erfreulichen Umsatzentwicklung um 22,4 % auf 160,0 Mio EUR steigern. Das Finanzergebnis – es lag mit –4,1 Mio EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres – war durch gestiegene Zinsaufwendungen als Folge der geänderten Finanzierungsstruktur der EVN sowie durch geringere Erträge aus der Stichtagsbewertung der Finanzinstrumente geprägt. Diese Effekte konnten auch durch ein erhöhtes Beteiligungsergebnis nicht kompensiert werden.

Insgesamt erzielte die EVN ein unversteuertes Ergebnis von 156,0 Mio EUR und übertraf damit den Vergleichswert des Vorjahres um 19,0 Mio EUR bzw. 13,9 %. Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern sowie von Minderheitsanteilen am Ergebnis beträgt das Halbjahresergebnis 100,5 Mio EUR. Es liegt um 4,5 Mio EUR bzw. um 4,7 % über dem Vorjahresergebnis.

Ausblick

GD Dr. Rudolf Gruber" In den vergangenen Wochen konnten zentrale Weichenstellungen für eine österreichische Strom- und Gaslösung erzielt werden. Sowohl bei Erdgas als auch Strom werden künftig gemeinsame Gesellschaften die gesamte Aufbringung und den Großkundenvertrieb der Partnerunternehmen wahrnehmen. Mit dieser nachhaltigen Konsolidierung entsprechen wir den Herausforderungen im liberalisierten europäischen Energiemarkt. So werden wir auch die Chancen der Liberalisierung bestmöglich nutzen können. Darüber hinaus verstärkt EVN weiter ihre Positionierung als Multi-Service Utility für Energie, Wasser und Infrastruktur in Niederösterreich."

Den Aktionärsbrief über das 1. Halbjahr 2001/02 finden Sie auf der EVN Homepage unter der Internetadresse ttp://www.evn.at
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