08.04.2002

Größte österreichische Müllverbrennungsanlage erhält europäische Projektfinanzierung

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG ist Konsortialführer bei der Finanzierung des 145 Millionen Euro-Projektes - Müllverbrennungsanlage ausschließlich von niederösterreichischen Banken und der Europäischen Investitionsbank finanziert - Anlage wird jährlich 300.000 Tonnen Abfall verbrennen.
Eine Tochtergesellschaft des niederösterreichischen Energieversorgers EVN AG, die AVN (Abfallverwertung Niederösterreich Ges.m.b.H.), errichtet derzeit nach siebenjähriger Planungs- und Genehmigungsphase um 145 Millionen Euro eine thermische Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr. Dafür stellt die Europäische Investitionsbank (EIB) Refinanzierungsmittel in der Höhe von 55 Millionen Euro zur Verfügung. Von den gesamten Projektkosten werden 112 Millionen Euro mittels Konsortialkredites unter der Führung der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG fremdfinanziert. Die niederösterreichische Raiffeisen-Bankengruppe stellt 83 der 112 Millionen Euro für die Finanzierung zur Verfügung, die Niederösterreichische Landesbank-Hypothekenbank AG 29 Millionen Euro.

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien Generaldirektor Dkfm. Peter Püspök: "Erstmals finanziert die Europäische Investitionsbank gemeinsam mit der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ein niederösterreichisches Bauprojekt. Die Tatsache, daß wir die EVN-Ausschreibung für die Konsortialführung gewonnen haben, unterstreicht die Kompetenz unserer Bank bei Projektfinanzierungen. Unter der Führung der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, der größten Regionalbank in Ostösterreich, sind an dieser rein niederösterreichischen Projektfinanzierung 15 Raiffeisenbanken sowie die Niederösterreichische Landesbank-Hypothekenbank AG beteiligt. Dieses Projekt könnte eine Initialzündung für eine Reihe von weiteren Infrastruktur-Finanzierungskooperationen der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien mit der Europäischen Investitionsbank sein, die durch die Erweiterung der Europäischen Union in der Ostregion notwendig werden. Ich zähle darauf, daß uns die Europäischen Institutionen auch bei zukünftigen Projekten unterstützend zur Seite stehen werden."

Europäische Investitionsbank fördert modernes Infrastruktur-Projekt

EIB Vizepräsident Prof. Dr. Ewald Nowotny: "Die Europäische Investitionsbank ist das Bankinstitut der EU für die langfristige Finanzierung von Vorhaben, die die europäische Integration fördern. Während die Stärkung wirtschaftsschwacher Regionen nach wie vor unser Hauptziel ist, finanziert die EIB auch Vorhaben, die anderen Zielen der EU dienen - wie z.B: dem Umweltschutz. Der Verwaltungsrat der Europäischen Investitionsbank hat deshalb einen 55 Millionen Euro-Kredit für die thermische Abfallverwertungsanlage der AVN in Dürnrohr bewilligt, die sich durch eine besonders ökologische Konzeption auszeichnet."

Größtes Infrastrukturprojekt in Niederösterreich

Die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kohlekraftwerk Dürnrohr errichtete thermische Abfallverwertungsanlage der AVN mit einer Kapazität von ca. 300.000 Tonnen pro Jahr kann aufgrund ihrer Standortwahl mit einzigartigen Umweltvorteilen aufwarten: Der in der thermischen Abfallverwertungsanlage entstehende Dampf wird zur Gänze im Kraftwerk Dürnrohr zur Stromerzeugung und Fernwärmeversorgung der umliegenden Gemeinden genutzt werden. Dadurch können in Zukunft im Kraftwerk Dürnrohr 50.000 Tonnen Kohle und 10 Millionen Kubikmeter Gas eingespart werden.

EVN Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber: "EVN und AVN schaffen mit dieser Anlage modernste Infrastruktur für Niederösterreich. Hausrest- und Sperrmüll werden so preisgünstig und sicher behandelt. Ab 2004 werden rund 55 Mitarbeiter ein Jahresvolumen von rund 300.000 Tonnen Müll problemlos bewältigen. Im Vollbetrieb wird die Anlage nicht mehr Schadstoffe emittieren als wenn drei LKW am 100 Meter hohen Kamin stünden."

AVN-Geschäftsführer Dipl.Ing. Franz Mittermayer: "Wir sind mit dem Bau exakt im Zeitplan. In den nächsten Wochen werden bereits die größten Anlagekomponenten, wie die Rauchgasreinigung, per Schiff auf der Donau angeliefert. Für die gesamte Anlage werden etwa 50.000 Tonnen Stahlbeton und 3.000 Tonnen Stahlträger verarbeitet. Auf der größten Baustelle Niederösterreichs arbeiten derzeit bis zu 400 Menschen. Schon jetzt ist die Anlage mit Aufträgen der Niederösterreichischen BAWU (NÖ Abfallwirtschaftsverbände) und anderer österreichischer Kunden nahezu voll ausgelastet."

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