20.05.1999

Halbjahresergebnis 1998/99

Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 1998/99 Absatzzuwächse in allen Bereichen* Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert
Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 1998/99 (1. Oktober 1998 bis 31. März 1999) war von niedrigeren Temperaturen als im Vorjahr, einer Verlangsamung des Wirtschafts-wachstums in Österreich sowie einem weiterhin lebhaften Ausbau der Gas- und Wärmeversorgung geprägt. Vor diesem Hintergrund konnte die Absatzentwicklung der Vergleichsperiode des Vorjahres mit Zuwächsen in allen Sparten deutlich übertroffen werden.

Absatz- und Erlösentwicklung

Die gesamten Umsatzerlöse der EVN erhöhten sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 1998/99 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 5,5 %.

Der Stromverkauf erhöhte sich im 1. Halbjahr 1998/99 vor allem aufgrund der gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich niedrigeren Temperaturen um 2,9 %. Die Erlöse stiegen um insgesamt 0,2 %. Bei den Tarifkunden führten witterungsbedingte Absatzsteigerungen zu einem Erlöszuwachs von 5,2 %. Bei den Sondervertragskunden haben die im Hinblick auf die Marktliberalisierung notwendigen Preisanpassungen trotz einer Absatzsteigerung von 3,0 % einen Erlösrückgang von 7,4 % bewirkt.

Der Gasverkauf erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 5,0 %. Die Gaserlöse lagen um insgesamt 7,0 % über dem Vorjahresniveau. Erfreulich entwickelte sich hier vor allem der Ortsnetzbereich mit einem Zuwachs von 12,7 %. Der Verkauf an Industriekunden hingegen war gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig, was zu einem Erlösrückgang von 4,6 % führte.

Der Wärmeverkauf erhöhte sich im 1. Halbjahr 1998/99 aufgrund der regen Ausbautätigkeit und des positiven Temperatureinflusses um insgesamt 20,0 %. Die Erlöse konnten um 19,9 % gesteigert werden, was neben temperaturbedingten Absatzsteigerungen auch das Resultat der weiterhin lebhaften Ausbau- und Anschlußtätigkeit in diesem Bereich ist.

Aufwendungen

Trotz der erfreulichen Absatzsteigerungen in allen Sparten gingen die Aufwendungen für den Energieeinsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,1 % zurück. Vor allem beim Fremdstrombezug finden hier die veränderten Beschaffungsstrukturen im gesamteuropäischen Umfeld positiven Niederschlag. Auch der im Berichtszeitraum niedrige Gasbezugspreis wirkte kostendämpfend.

Im 1. Halbjahr 1998/99 waren in der EVN Gruppe durchschnittlich 2.299 Mitarbeiter beschäftigt, was einem Rückgang von 5,0 % entspricht. Diese Reduktion der Beschäftigtenzahl führte trotz einer kollektivvertraglichen Bezugserhöhung um durchschnittlich 2,6 % per 1. November 1998 zu einem Rückgang des Personalaufwandes um 2,5 %.

Die Abschreibungen erhöhten sich um 10,3 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen um 9,2 % über dem Vorjahreswert.

Ergebnis

Im 1. Halbjahr 1998/99 konnte aufgrund der ausgeprochen positiven Entwicklungen im energiewirtschaftlichen Bereich sowie der fortgesetzten Reduktionen des Personal-, Material- und Betriebsaufwandes eine Erhöhung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 43,2 % auf 2.185 Mio ATS (158,8 Mio EUR) erzielt werden.

Das Finanzergebnis war durch die stichtagsbezogene Bewertung der in JPY und CHF begebenen Anleihen infolge der Kursentwicklung belastet, zusätzlich führten die im Vorjahr begebenen Anleihen zu im Jahresvergleich höheren Zinsaufwendungen. Schließlich verringerte sich das Beteiligungsergebnis durch den Ausfall der Dividende der Verbundgesellschaft.

Das unversteuerte Ergebnis für das 1. Halbjahr 1998/99 lag mit insgesamt 1.996 Mio ATS (145,1 Mio EUR) um 19,9 % über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Ausblick

GD Dr. Rudolf Gruber: Vor dem Hintergrund günstiger Witterungsverhältnisse und geänderter Rahmenbedingungen konnte die EVN im 1. Halbjahr 1998/99 ein erfreuliches Ergebnis erzielen. Dieses bildet für das Gesamtjahr 98/99 eine solide Basis, kann aber saisonal bedingt nicht auf die gesamte Geschäftsperiode hochgerechnet werden.

Die EVN ist für die Liberalisierung der europäischen Strom- und Gasmärkte durch kundenorientierte Produkt- und Preispolitik, straffes Kostenmanagement sowie durch gezielte Kooperationen und Beteiligungen gut positioniert.

Auf Basis der größeren Gestaltungsfreiheit beim Strombezug werden wir in der Lage sein, allen unseren Kunden attraktive Leistungen und Preise zu bieten. Bereits heute zählen unsere Tarife in allen Kundengruppen zu den günstigsten in Österreich. Zusätzlich entwickeln wir eine Fülle von Produkten, die – über die reine Lieferung von Energie hinaus – der Erfüllung der individuellen Kundenbedürfnisse dienen. Als voll integrierter Energiedienstleister können wir eine umfangreiche Angebotspalette offerieren.
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