14.12.1998

Jahresergebnis 1997/98

Highlights Geschäftsjahr 1997/98
- Absatzzuwächse bei Strom und Wärme trotz dämpfenden Temperatureinflusses
- Steigende Kundenzahlen bei Strom, Gas und Wärme
- Solides Ergebnis ermöglicht Dividende in Höhe von ATS 30.- pro Aktie
- Erhöhung der Beteiligungen an Burgenland Holding, RAG, KÖGÁZ und Verbund
- IAS-Konzernabschluß für 13 Monate

Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber: "Das vor dem Hintergrund eines im Vergleich zum Vorjahr milderen Winters erzielte gute Jahresergebnis 1997/98 stellt eine solide Basis für die EVN am Vorabend der Strommarktöffnung dar und ermöglicht uns, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von ATS 30.- pro Aktie vorzuschlagen."

Erlösentwicklung

Die Entwicklung der Energieerlöse wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere durch die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Temperaturen sowie die wettbewerbsorientierte Gestaltung der Energieverkaufspreise als Vorbereitung auf die Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes geprägt. Im Geschäftsjahr 1997/98 beliefen sich die Energieerlöse auf 12.048 Mio ATS, die Umsatzerlöse insgesamt auf 12.622 Mio ATS.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger ist im Geschäftsjahr 1997/98 im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Ausmaß gestiegen als die Energieerlöse. Diese Entwicklung ergab sich durch geringeren Fremdstrombezug, erhöhte Eigenerzeugung in den Wärmekraftwerken und gegenüber dem Vorjahr gesunkene Gasbezugspreise.

Der Personalaufwand erfuhr im Geschäftsjahr 1997/98 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um insgesamt 402 Mio ATS bzw. 16,3 %. Der Stand der durchschnittlich im Konzern Beschäftigten verringerte sich um 124 Personen bzw. 4,9 % auf 2.416 Mitarbeiter.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 2,6 % geringer ausgewiesen. Das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtszeitraum ist um 62 Mio ATS bzw. 4,4 % höher ausgefallen als im Vorjahr. Maßgebend für die Steigerung des EBIT war, daß die Ergebnisverbesserungen aus den gestiegenen Umsatzerlösen und den gesunkenen Abschreibungen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Ergebnisverringerungen aufgrund gestiegener übriger Aufwandskomponenten überkompensieren konnten.

Finanzergebnis

Im Finanzergebnis wirkten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr – neben dem Beteiligungsergebnis – insbesondere die stichtagsbezogenen Währungsgewinne aus den in Japanischen Yen sowie in Schweizer Franken denominierten Anleihen positiv aus. Die weltweit wirksamen negativen Veränderungen auf den Kapitalmärkten erforderten allerdings insbesondere auch Wertberichtigungen bei kurzfristig gehaltenen Wertpapieren. Daher blieb das Finanzergebnis insgesamt um 10 Mio ATS bzw. 6,9 % unter dem Vergleichswert des Geschäftsjahres 1996/97.

Unversteuertes Ergebnis

Die Erhöhung des operativen Ergebnisses und der Rückgang des Finanzergebnisses führten insgesamt zu einem unversteuerten Ergebnis von 1.615 Mio ATS. Es liegt um 52 Mio ATS oder 3,3 % über dem unversteuerten Ergebnis des Geschäftsjahres 1996/97, was angesichts der ungünstigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Jahr eine dennoch erfreuliche Entwicklung darstellt.

Beteiligungen

Im Hinblick auf die von EVN angestrebte verstärkte Kooperation mit anderen Energiedienstleistern hat das Unternehmen im Berichtszeitraum seine Beteiligung an der Burgenland Holding auf rd. 62 %, an dem südwestungarischen Gasversorger KÖGÁZ auf rund 30 % an der Rohöl-Aufsuchungs-AG (RAG) auf mittelbar 30 % sowie an der Verbundgesellschaft auf rund 10% erhöht.

Darüber hinaus hat die EVN die Kabelsignal-Gruppe erworben, die ihren 45.000 Kunden Kabelfernsehen bietet und seit kurzem auch als Internet-Provider tätig ist.

Ausblick

Durch das Inkrafttreten des Elektrizitäts-Binnenmarktes mit 19. Februar 1999 sowie durch die noch in innerstaatliches Recht umzusetzende Gas-Binnenmarktrichtlinie erhält die leitungsgebundene europäische Energiewirtschaft eine völlig neue Basis.

Die neue Gesetzeslage wird der EVN ermöglichen, ihre Energieaufbringung im europäischen Kontext flexibler gestalten zu können. Die auf diese Weise erzielbaren Vorteile werden es der EVN ermöglichen, ihren Kunden wettbewerbsfähige Preise zu bieten und als zukunftsorientierter Energiedienstleister im europäischen Binnenmarkt zu bestehen.

Als Vorbereitung auf die Liberalisierung wurde auch eine Kooperation mit den Wiener Stadtwerken in Form einer gemeinsamen Gesellschaft zur Betreuung bestehender und künftiger Stromkunden in den Versorgungsgebieten beider Partner eingegangen. Unter diese Gesichtspunkt erfolgte auch der Erwerb von 5% der Anteile an der Aare-Tessin AG für Elektrizität (ATEL), einer der größten Elektrizitätsgesellschaften der Schweiz.

Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber: "Die EVN wird ihre Positionierung als Multi-Service Utility konsequent weiter ausbauen. Dienstleistungen in der Energieversorgung, in der Telekommunikation und in anderen Infrastrukturbereichen, welche die EVN allein oder in Kooperation mit Partnern anbietet, bilden die Basis für eine Stärkung des Ertragspotentials und damit des Unternehmenswertes."
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