04.10.2019

25 Jahre Fernwärmegenossenschaft Krumbach

Biomasse-Pioniere feiern Jubiläum
„Als einige Krumbacher Land- und Forstwirte in frühen 90er Jahren eine Fernwärmegenossenschaft gründeten, betraten sie ziemliches Neuland. Nun feiern die Krumbacher Pioniere den 25jährigen Bestandes ihres ersten Biomasseheizwerkes“, freut sich Bürgermeister Josef Freiler.
 
Das „Krumbacher Modell“, das damals in Kooperation mit dem Landesenergieversorger EVN entwickelt wurde, war sehr erfolgreich und hat in den letzten 25 Jahren für großes Interesse im In- und Ausland gesorgt. Mittlerweile betreibt die Genossenschaft vier Biomasse-Heizwerke (Krumbach, Bad Schönau, Mittleres Schwarzatal Ternitz, Wr. Neustadt Civitas Nova) und eine Biomasse-Nahwärmeanlage (Wr. Neustadt Waldschule). Jedes Jahr werden rund 130.000 m³ Waldhackgut in 90.000 MWh Naturwärme verwandelt – das entspricht dem Bedarf von rd. 6.000 Einfamilienhäuser. In den letzten 25 Jahren wurden dadurch rund 460.000 Tonnen CO2 eingespart.

Pioniergeist aus der Buckligen Welt
 
Was heute recht ‚normal‘ klingt, war 1993, als das erste Biomasseheizwerk in Krumbach in Betrieb gegangen ist, eine recht ungewöhnliche Idee: „1993 war Heizöl deutlich günstiger als Wärme aus Biomasse. Und der Klimaschutzgedanke war bei weitem nicht so präsent wie heute“, fasst Manfred Freiler, Obmann der FWG Krumbach eGen die Situation zu den Gründungszeiten zusammen. „Es bedurfte damals schon einer gehörigen Portion Pioniergeist. Und ohne Unterstützung der Politik und EVN wäre die Umsetzung auch nicht möglich gewesen“, so Freiler.
 
Für diesen Pioniergeist zollt den Krumbachern auch LH-Stv. Stephan Pernkopf Respekt: „Die Krumbacher Landwirte haben in den frühen 90er Jahren eine Idee umgesetzt, die heute aktueller ist denn je: Eine regionale, saubere und ökologische Energieversorgung aus heimischen Ressourcen. Bereits jetzt werden fast 40 Prozent der Haushalte in Niederösterreich mit sauberer Wärme aus Biomasse versorgt. Unser Ziel ist es, Öl weiter zurückzudrängen und erneuerbare Energien weiter auszubauen. Ich bedanke mich bei allen Verantwortlichen in Krumbach für ihren Weitblick und wünsche viel Erfolg für die nächsten 25 Jahre“.
 
Eine besondere Beziehung zum „Krumbacher Modell“ hat naturgemäß der Partner EVN: „Die Kooperation mit der Fernwärmegenossenschaft Krumbach war für die EVN der Startpunkt der Beschäftigung mit Biomasse. Mittlerweile betreiben wir über 60 Biomasseheizwerke, drei große Biomasseheizkraftwerke und sind der größte Anbieter für Naturwärme in Österreich. Deshalb geht natürlich auch von unserer Seite eine großes ‚Dankeschön‘ an die Krumbacher Pioniere“, schließt sich Franz Mittermayer, Vorstandsdirektor der EVN den Gratulanten an.

EVN Wärme GmbH
 
Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits über 60 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt.

Durch die enge Kooperation der EVN mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung der Region erhalten. Die EVN setzt auf regionale Biomasse und arbeitet nur mit österreichischen Partnern. Mit einem Einsatz von rund 1,5 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.

Fotocredits: EVN/Veith

Fotodownload:
v.l.n.r.: Manfred Freiler, Obmann der FWG Krumbach eGen, Franz Mittermayer, EVN Vorstandsdirektor, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Bürgermeister Josef Freiler
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