16.07.2015

EVN Tochter Netz NÖ baut Smart Grid Großbatterie zur Stabilisierung des Stromnetzes

In einem begleitenden Forschungsprogramm gemeinsam mit dem Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien sollen die Möglichkeiten, die eine Batterie zur Netzstabilisierung bietet, wissenschaftlich untersucht werden.
Um die Netze künftig stabil zu halten, wird der niederösterreichische Netzbetreiber neue, innovative Wege beschreiten und eine Großbatterie mit einer Leistung von 2,2 MW und einer Kapazität von 2 MWh einsetzen. Dabei werden die gleichen Lithium-Ionen Batterien zum Einsatz kommen, wie sie auch in Elektroautos verwendet werden.
 
In einem begleitenden Forschungsprogramm gemeinsam mit dem Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien sollen die Möglichkeiten, die eine Batterie zur Netzstabilisierung bietet, wissenschaftlich untersucht werden. „Ziel ist es, mit der Batterie ein kleinen Beitrag zu leisten, um trotz verstärkter Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne die hohe Stromqualität beizubehalten – zum Nutzen der Kunden“, erläutert EVN Vorstandssprecher Dr. Peter Layr.
 
Der Batteriespeicher soll also einen Beitrag zur Netz- bzw. Frequenzstabilisierung, sowie zur besseren Integration der erneuerbaren Energien leisten.
 
„Aufgrund der derzeit hohen Kosten werden Batterien das Speicherproblem von großen Strommengen nicht lösen, können aber jetzt schon eine Teillösung zur Netzstabilisierung sein“, so Layr weiter.
 
Die Batterie wird im Umspannwerk Prottes, gleich neben dem heuer in Betrieb genommenen EVN Windpark, errichtet und wird voraussichtlich Mitte 2016 in Betrieb gehen.
 
                                                                                                                             
Erneuerbare Energien als Herausforderung für die Stromnetze
 
Die zunehmende Einspeisung von Strom aus den erneuerbaren Energieträgern Wind und Sonne stellt das Stromnetz vor große Herausforderungen: Die Einspeisung schwankt sehr stark, da Wind und Sonne kommen und gehen. Im Stromnetz muss aber immer genau so viel Strom erzeugt werden, wie verbraucht wird.
 
Das Versorgungsgebiet der Netz NÖ, einer 100 %-Tochter der EVN AG, ist hier besonders gefordert, da ein Großteil der österreichischen Windkraftanlagen im Osten des Landes steht. An manchen Tagen wird sogar deutlich mehr Strom aus Wind erzeugt, als im Versorgungsgebiet verbraucht wird.  Dieser Effekt wird sich durch die Ausbaupläne in den nächsten Jahren noch verstärken.
 
 
Zahlen, Daten & Fakten zur Batterie
 
·         Geplante Inbetriebnahme: Sommer 2016
·         Forschungslaufzeit: 2 Jahre
·         Leistung: 2,2 MW – entspricht etwa der Leistung von rund 100 Batterien in Mittelklasse-E-Autos
·         Speicherfähigkeit: 2 MWh – entspricht etwa dem Bedarf eines durchschnittlichen Haushaltes
          (3.500 kWh/Jahr) für mehr als ein halbes Jahr
·         Geschätzte Laufzeit: rund 15 Jahre
 
Fotocredit: EVN

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Umspannwerk und Windräder
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