28.05.2019

EVN beendet die Kohleverstromung am Standort Dürnrohr noch im Herbst 2019

Dürnrohr wird als wichtiger innovativer Energiestandort weiter entwickelt
EVN beendet die Kohleverstromung am Standort Dürnrohr noch im Herbst 2019. Das Kraftwerk Dürnrohr war seit 1986 ein Eckpfeiler der Versorgungssicherheit Ostösterreichs. Zu Spitzenzeiten war an diesem Standort Steinkohle für bis zu einem Jahr Produktion gelagert.

Bereits seit Monaten wird die vorhandene Restkohle verstromt. Sie reicht insgesamt noch für rund 30 Betriebstage. Neue Lieferoptionen wurden nicht mehr gezogen.

Ein frühzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ein Beitrag der EVN zum Klimaschutz in Österreich, bringt aber gleichzeitig große Herausforderungen für die heimische Versorgungssicherheit.

Dürnrohr wird als wichtiger innovativer Energiestandort weiter entwickelt. Hier nutzt die EVN 500.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung. Aus dem Müll wird Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe werden von Dürnrohr aus mit Energie versorgt.

Künftig soll dort auch der niederösterreichische Klärschlamm einer sinnvollen Verwertung zugeführt und zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden. Zusätzlich wird derzeit von der EVN die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage am Standort vorbereitet. Das ist sicher auch ein schönes Symbol für eine erneuerbare Energiezukunft. Bei diesen Projekten können auch Mitarbeiter am Standort neue berufliche Herausforderungen finden. In nächster Zeit wird die EVN über 20 Mio. Euro in den Standort Dürnrohr investieren.

Die Bundesregierung fordert in der Klima- und Energiestrategie 2030 einen raschen Ausstieg aus der Kohle. Niederösterreich setzt das jetzt um. Es müssen dafür aber andere Kraftwerke in Niederösterreich einspringen und die Versorgungssicherheit garantieren.

Fotocredits: (c) EVN

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