04.11.2018

Erika Pluhar macht eine Reise in die Vergangenheit

Das AKW Zwentendorf – ein Ort der berührt
Zwentendorf ist ein Ort, der damals wie heute viele Menschen emotional berührt. Wie kein anderes Bauwerk steht das Atomkraftwerk an der Donau für eine Wende in der österreichischen Energiepolitik. Als weltweit einziges Kernkraftwerk wurde es fertig gebaut, aber nach einer Volksabstimmung niemals in Betrieb genommen.
 
Am 5. November jährt sich diese Volksabstimmung zur Inbetriebnahme von Zwentendorf zum 40. Mal. Anlässlich dazu hat Schauspielerin, Sängerin und Autorin Erika Pluhar das AKW erstmalig gemeinsam mit EVN-Sprecher Stefan Zach besucht und ist dort in die Welt der späten 1970er Jahre eingetaucht. Schon auf den ersten Metern durch das historische Kernkraftwerk zeigt sich, dass hier alles im Originalzustand erhalten geblieben ist: der Eingangsbereich, Beschriftungen, Liftanlagen, der Reaktorraum, die Schaltwarte und sogar die Nassräume, die der Belegschaft zum Waschen und Dekontaminieren nach der Arbeit dienen sollten.
 
„Ich erinnere mich noch lebhaft an den Widerstand, der vieles verändert hat“, erzählt Erika Pluhar aus der Vergangenheit, während sie die Räumlichkeiten des Atomkraftwerks erkundet. „Ich spielte damals am Burgtheater und sogar die große Pause wurde dazu genutzt, um Plakate aufzuhängen oder Flyer zu verteilen“, setzt sie weiter fort.
 
Die Proteste zeigten ihre Wirkung und schließlich entschied sich eine hauchdünne Mehrheit am 5. November 1978 gegen die Inbetriebnahme des AKW. „Ich war so stolz auf Österreich. Dass wir als einziges Land dagegen waren“, erinnert sich Pluhar zurück. „Dieses ‚Nein‘ der Österreicherinnen und Österreicher zur Atomkraft hat das ganze Land nachhaltig verändert“, ist sich Stefan Zach sicher. Heute, mehr als vier Jahrzehnte nach der Errichtung von Zwentendorf, wird auf dem 24 Hektar großen Kraftwerksareal Strom produziert. Dabei kommt allerdings keine Kernenergie zum Einsatz: Bereits vor einigen Jahren wurde eine Photovoltaikanlage installiert und in Betrieb genommen: „Dadurch ist das AKW Zwentendorf zu einem Symbol für eine erneuerbare Energiezukunft geworden“, so Zach.
 
 
Das AKW Zwentendorf
 
Seit dem Kauf des Kraftwerksstandorts Zwentendorf durch die EVN im Jahr 2005, ist viel passiert. Neben einem Schulungsreaktor wurde auch eine moderne Photovoltaikanlage errichtet. Dabei hatten EVN Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsmodells Anteile am Ausbau des Photovoltaik-Kraftwerks Zwentendorf zu erwerben.
 
Außerdem wird das AKW Zwentendorf gerne als Filmkulisse und als Location für diverse Festivals genutzt. Neben dem Nuke-Festival, das vor vielen Jahren am Kraftwerksstandort stattfand, wird auch das Shutdown Festival auf dem Gelände abgehalten. 
 
Das AKW Zwentendorf ist auch für Führungen heiß begehrt. Deshalb bietet die EVN interessierten Personen an Freitagnachmittagen auch kostenlose Zeitreisen in die Welt der späten 70er Jahre an. Jährlich besichtigen bis zu 15.000 Besucher dieses Stück österreichische Zeitgeschichte. Führungen nur mit Voranmeldung.
 
 
Über EVN 
 
EVN investiert rund 300 Mio. Euro pro Jahr in Versorgungssicherheit, erneuerbare Energie und sauberes Trinkwasser in Niederösterreich. Die evn naturkraft, eine 100 %-Tochtergesellschaft der EVN AG, ist u.a. Errichter und Betreiber von insgesamt 72 Wasserkraftwerken und 139 Windkraftanlagen. Alleine die Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 318 Megawatt decken den jährlichen Strombedarf von rund 195.000 Haushalten. www.evn.at


Fotos zum Download:
Foto 1 © Rumpler
Foto 2 © Rumper
Foto 3 © Rumpler
Foto 4 © Moser
Foto 5 © GeoPic Österreich
 
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