13.10.2020

Mikrotunnel unter der Donau soll Versorgungssicherheit für die Stadtgemeinden Klosterneuburg und Korneuburg nachhaltig erhöhen

Der rund 450 m lange Tunnel mit einem Innen-Durchmesser von 2 m soll auf Klosterneuburger Seite am nördlichen Rand der Rollfährensiedlung beginnen und auf Korneuburger Seite in Tuttendörfl enden
Alles andere als alltäglich ist das Bauvorhaben, mit dem die EVN an Klosterneuburg und Korneuburg herangetreten ist: Mittels eines Tunnels unter der Donau sollen die Versorgungssysteme der beiden Stadtgemeinden miteinander verbunden werden. Für das Verlegen der unterschiedlichen Leitungen, also Trinkwasser, Naturwärme, Internet, Strom und Gas investiert die EVN rund 10 Mio. Euro. Damit soll die Versorgungssicherheit in einer stark wachsenden Region zusätzlich verbessert und der Ausbau der nachhaltigen Energieversorgung weiter vorangetrieben werden.  

Die beiden Schwesternstädte waren lange vereint und wurden erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts in „Neuburg klosterhalben“ (Klosterneuburg) und „Neuburg markthalben“ (Korneuburg) getrennt. Nun sollen die beiden Stadtgemeinden durch das zukunftsweisende Leitungs-Infrastrukturvorhaben wieder näher zusammenwachsen.

„Die weltweite Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, die regionale Versorgungssicherheit zu erhöhen. Mit dieser neuen Verbindung erhalten wir eine zusätzliche Trinkwasserversorgung für den Notfall und gleichzeitig erhöhen wir die Standortqualität durch eine bessere Versorgung mit Naturwärme und Breitband-Internet“, zeigt sich Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister von Klosterneuburg, begeistert. 

Auch Christian Gepp, Bürgermeister von Korneuburg, sieht im Infrastrukturprojekt wichtige Entwicklungschancen für die Region: „Gerade in Krisen ist es sinnvoll, die Ressourcen zusammenzulegen und gemeinsam voran zu gehen. Mit der Verbindung der Naturwärmeressourcen von Korneuburg und Klosterneuburg legen wir nicht nur den Grundstein für künftige Erfolge, wir sorgen auch dafür, dass dieser nachhaltig und klimaschonend ist.“ 

„Für uns ist das Projekt eine wichtige, langfristige Infrastrukturinvestition. Beide Gemeinden befinden sich in absoluten Wachstumsregionen. Da müssen wir rechtzeitig vorsorgen, um neuen Einwohnern und Unternehmen zukunftsfähige Infrastruktur garantieren zu können. Und im Jahre 2020 bedeutet das: sicher und nachhaltig!“, so Stefan Szyszkowitz, Vorstandssprecher der EVN AG. 


Donautunnel im Detail

Der rund 450 m lange Tunnel mit einem Innen-Durchmesser von 2 m soll auf Klosterneuburger Seite am nördlichen Rand der Rollfährensiedlung beginnen und auf Korneuburger Seite in Tuttendörfl enden. Der Tunnel wird im Rohr-Vortriebverfahren mit einem Radius von 1600 m gebohrt, d.h. die Bohrung verläuft nicht gerade, sondern in „Bananenform“, mit einer Überdeckungshöhe bis zur Donausohle von ca. 5 m im Uferbereich und max. 11 m in der Donaumitte. 

Um die Transportwege zu minimieren wird das Tunnel-Abraummaterial für die Errichtung eines Wildrettungshügels in der Klosterneuburger Au verwendet.

Das Projekt wird demnächst zum behördlichen Genehmigungsverfahren eingereicht. Wenn alle behördlichen Genehmigungen vorliegen kann aus heutiger Sicht frühestens im Mai 2021 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauarbeiten werden rund ein Jahr dauern. 


Fotocredits: EVN / Matejschek

Fotodownload:

Bild 1 (v.l.n.r.): Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister von Klosterneuburg, Stefan Szyszkowitz, Vorstandssprecher der EVN AG, Christian Gepp, Bürgermeister von Korneuburg

Bild 2 (v.l.n.r.): Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister von Klosterneuburg, Stefan Szyszkowitz, Vorstandssprecher der EVN AG, Christian Gepp, Bürgermeister von Korneuburg

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