11.06.2021

Moderne Krananlagen in der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr schnappen wieder kräftig zu

Jährlich 500.000 Tonnen Müll landen im Müllbunker der Abfallverwertungsanlage
Während eines generellen Stillstandes der thermischen Abfallverwertung Dürnrohr blieben die Krananlagen von einer Erneuerung nicht verschont. Und davon sind sogar mehrere, nicht gerade kleine Kranbahnen mit gigantischer Traglast im Werk im Einsatz, um die täglich ankommenden Müllberge zu bewältigen. 

Beginnt man mit dem in der Regel per Bahn ankommenden Haushaltsmüll, wird ein sogenannter Containerkran mit einer Traglast von 32 Tonnen eingesetzt, der die vollen Container von den Waggons greift und gleichzeitig auch einen leeren Container wieder auf den Waggon zurücksetzt. Der voll beladene Container kommt in die Kippstation, die über eine Schleuse in den Abkippraum transportiert wird. Dort öffnet sich der Deckel automatisch. All diese Arbeiten werden von der Krankabine über Kameras gesteuert und überwacht. Um einen reibungslosen Ablauf weiter zu garantieren, wurde hier bei der Programmierung in ein neues Kran-Management System investiert. 

Jährlich 500.000 Tonnen Müll landen im Müllbunker der Abfallverwertungsanlage, wo wieder eine Krananlage mit drei Müllkränen darauf wartet die Abkippstellen frei zu halten, den Müll zu stapeln und zu mischen und schließlich auch in den Aufgabetrichter der Feuerung zu befördern. Ein Müllkran mit der Traglast von 17 Tonnen erhielt bei der aktuellen Revision wieder neue Schleppkabel und Klemmkästen um wieder kräftig zugreifen zu können, während seine beiden Kollegen Müllkran 1 und 2 weiterhin einsatzfähig blieben.

Nach dem Verbrennungsvorgang des Mülls bleibt die sogenannte Schlacke übrig, die nun aus der Abfallverwertungsanlage raus befördert werden möchte. Hier greift der Schlackekran mit einer Traglast von 12 Tonnen noch einmal ordentlich zu. Er wurde mit einem neuen Rahmen, Seiltrommel und Lager sowie Hub-Getriebe bestückt. 

„Bei jährlich 130.000 Tonnen beförderter Schlacke vom Schlackebunker auf Bahnwaggons war diese Erneuerung sicher eine Art Kur für den seit 2003 arbeitenden Schlackekran“, freut sich EVN Sprecher Stefan Zach über die rasch umgesetzten Modernisierungsarbeiten aller Krananlagen in weniger als 10 Tagen. 

EVN Abfallverwertung NÖ: Aus Müll wird Energie 

Die Thermische Abfallverwertungsanlage ist ein wichtiger Eckpfeiler des Energieknotens Dürnrohr. Das Energiepotenzial der Anlage beträgt 210 MW. Aus dem angelieferten Abfall entsteht Dampf, welcher zur Erzeugung von Strom sowie Fernwärme für die Gemeinde Zwentendorf und zwei Drittel der Landeshauptstadt St. Pölten verwendet wird. Zusätzlich wird die AGRANA Stärke GmbH mit Prozessdampf beliefert. Durch Energie aus Abfall werden dadurch fossile Energieträger eingespart. Ressourcenschonung, Verminderung von Emissionen und des Treibhauseffekts, eine erhöhte Luftqualität in der Region und eine Verbesserung der CO2-Bilanz sind das Ergebnis.

Fotocredit: © EVN Wurnig

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