18.07.2019

Modernisierung und Verbesserung des Hochwasserschutzes

Arbeiten an der Staumauer Thurnberg starten
Mitte August geht es los. Dann nimmt die EVN die Arbeiten am Stausee Thurnberg in Angriff. „Neben typischen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen stehen Verbesserungen im Hochwasserschutz im Mittelpunkt“, erläutert EVN Sprecher Stefan Zach. Viele Arbeiten an unseren Wasserkraftwerken können wir im laufenden Betrieb erledigen. Für Arbeiten an der Staumauer selbst müssen wir aber den Stausee entleeren.“

Das Absenken des Stausees beginnt am 19. August und wird voraussichtlich ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen: „Aus rein technischer Sicht wären solche Arbeiten mitten im Sommer am besten. Da gibt es normaler Weise wenig Niederschläge, keine Schneeschmelze und wir hätten eine garantiert ‚frostfreie‘ Zeit, die wir für Arbeiten benötigen“, so Zach.

Zur Freude der EVN und der Region haben sich die Kampstauseen aber von rein „energiewirtschaftlichen“  Projekten zu Hotspots der Freizeit- und Tourismuswirtschaft entwickelt. „Wir haben den Beginn auf den letztmöglichen Termin gesetzt. Wenn der Stausee Ende August / Anfang September entleert ist, ist die Badesaison aufgrund der Außen- und Wassertemperatur im Waldviertel in den meisten Jahren ohnehin beendet“, so Zach.

„Entleert“ heißt aber natürlich nicht, dass kein Wasser mehr den Kamp hinunterfließt. „Während der ganzen Bauzeit werden weiterhin die Mengen, die wir immer an das untere Kamptal abgeben, durchgelassen. Diese fließen in der Mitte des abgelassenen Stausees und sorgen dafür, dass das restliche Kamptal nicht von den Arbeiten beeinträchtigt wird“, erklärt Zach.

Die Arbeiten an der Staumauer sollten spätestens Endes des Jahres abgeschlossen und der Stausee daraufhin wieder befüllt werden. „Danach ist der Stausee Thurnberg wieder fit für alle Aufgaben – energiewirtschaftlich, wie touristisch“, schließt Zach.


Enge Abstimmung mit Gemeinde, Behörden, Anrainern und Fischern

Frühzeitige Kommunikation ist bei solchen Projekten natürlich besonders wichtig. „ Wir hatten hier bereits eine große Informationsveranstaltung mit rund 150 Anrainern und darüber hinaus  viele Gespräche und Abstimmungen mit der Gemeinde, den Anrainern, Fischereiberechtigen, Wassergenossenschaften und allen anderen wichtigen Stakeholdern rund um den Stausee. Einige Anrainer nutzen die Absenkung auch dafür, um Arbeiten an Steganlagen durchzuführen, die sonst nicht oder nur schwer möglich sind“.

Um die im Stausee befindlichen Fische kümmert sich die Österreichische Fischereigesellschaft , die auch dafür sorgt, dass sie nach dem Ende der Arbeiten wieder in den Stausee gebracht werden. Die gesamten Arbeiten werden in enger Abstimmung mit den Behörden und unter einer ökologischen Aufsicht durchgeführt. 


Über EVN und die Kampkette

Der bis zu 26 m hohe Staudamm Thurnberg bildet den Abschluss der Kampkette – einer Reihe aus drei Staumauern, Stauseen und Kraftwerken, die in den Jahren 1949-1957 erbaut wurden und gemeinsam ökologischen Strom für rund 30.000 Haushalte produzieren. Als Speicherkraftwerke leisten sie darüber hinaus einen weiteren, wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Die Energieerzeugung durch Wasserkraft ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der EVN. Aktuell betreibt EVN neben fünf Speicherkraftwerken auch 67 Laufkraftwerke in Niederösterreich und der Steiermark. Insgesamt erzeugt die EVN aus Wasserkraft ökologischen Strom für über 280.000 Haushalte.


Fotocredits: EVN

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