30.11.2018

Weihnachten und der Müll

Zur Weihnachtszeit fallen erfahrungsgemäß rund 10 bis 15 Prozent mehr Müll an als sonst, bei Altglas sogar mehr als 30 Prozent
Tonnen, die weit über das normale Maß gefüllt sind, daneben Abfall, der keinen Platz mehr fand – so sieht es vor allem nach Weihnachten in vielen heimischen Müllräumen und Sammelinseln aus. Zu dieser Zeit stehen die Entsorgungsteams im Großeinsatz. Der niederösterreichische Hausmüll wird dabei in der Regel mit der Bahn zur EVN Abfallverwertungsanlage nach Dürnrohr gebracht. 
 
Zur Weihnachtszeit fallen erfahrungsgemäß rund 10 bis 15 Prozent mehr Müll an als sonst, bei Altglas sogar mehr als 30 Prozent. Weihnachten stellt also Jahr für Jahr eine ökologische Herausforderung dar. „Natürlich muss man Weihnachten für sich schön gestalten, vielleicht kann man aber auch der Umwelt etwas Gutes tun“, stellt EVN Sprecher Stefan Zach in den Raum. „Müssen Geschenke immer mit Plastik (-schleifen) verpackt werden oder reicht das einfache Recyclingpapier, das aufgehobene Papier oder ein wiederverwendbarer Geschenksack? Braucht es wirklich tonnenweise Lametta, Schneespray und Christbaumkugeln?“ Zach empfiehlt auf natürliche Dekomaterialien zurückzugreifen und diese immer wieder für das kommende Jahr aufzubewahren.
 
Beim Christbaum selbst rät der Energie-Experte zu Bio-Christbäumen, die ohne künstliche Düngemittel, Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel gezogen wurden und aus dem heimischen Bestand stammen. „Hände weg vom künstlichen Christbaum. Diese können zwar jedes Jahr wieder verwendet werden, ihre Öko-Bilanz ist aber deutlich schlechter als die der echten Bäume.“
 
 
Aus Weihnachtsmüll wird Energie
 
Für die Mannschaft der EVN Abfallverwertungsanlage Dürnrohr gehört die Weihnachtszeit zur stressigsten Jahreszeit. „Alle  5 Minuten landet ein neuer Container mit ca. 11 Tonnen Müll in unserem Bunker. Dort wird der Abfall zwei bis drei Tage gelagert, bevor wir mit der Energie im Müll Strom für 170.000 Haushalte, sowie Fernwärme und Prozessdampf für die Industrie erzeugen“, so Zach. Durch die unmittelbare Nähe zum Kraftwerk Dürnrohr ist es möglich, die Energie im Müll zu nutzen und jährlich 100.000 Tonnen Steinkohle einzusparen.
 
500.000 Tonnen Hausrest- und Sperrmüll sowie Gewerbe- und Industrieabfälle können von der EVN Anlage pro Jahr umweltgerecht behandelt werden. Im Mittelpunkt steht die ökologisch bestmögliche Behandlung von Abfällen, das heißt, die Zerstörung der Schadstoffe im Müll bei Verbrennungstemperaturen von über 1.000°C und die Extraktion der nicht zerstörbaren Schadstoffe durch eine moderne, dreistufige Rauchgasreinigungsanlage. 
 
Fotos zum Download:
Foto 1: © istock/tacojim
Foto 2: © EVN
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Fotocredits: EVN bzw. istock/tacojim
 
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