07.07.2015

Smarte Fenster reagieren flexibel auf Licht

Die University of Cincinnati hat in Zusammenarbeit mit Hewlett Packard und den EMD/Merck Research Labs neuartige intelligente Fenster entwickelt, die mithilfe von Elektroden ihre Lichtdurchlässigkeit verändern können.

Durchsichtiges Glas oder Jalousie auf Knopfdruck

Durch das neuartige Fenstermaterial kann die Lichtsituation im Raum jeweils punktgenau auf den aktuellen Bedarf abgestimmt werden: Der Anwender kann die Lichtdurchlässigkeit auf Knopfdruck verändern – von durchsichtig wie gewöhnliches Glas bis undurchlässig wie eine Jalousie, die den Raum abdunkelt und/oder vor Blicken von außen schützt. Bis zu 90 % Sonnenlicht kann auf diese Weise abgeschirmt werden und auch die Farbtemperatur des Lichts lässt sich verändern.

Die Tönung der Fensterscheiben entsteht mithilfe von Elektroden, die in Bienenwabenstruktur angeordnet sind. Diese können entweder direkt ins Fenster eingebaut oder nachträglich in Form einer Folie auf die Scheiben aufgebracht werden. Je nach Lust und Laune ist es damit möglich, Privatsphäre und Licht gleichzeitig zu genießen, UV-Strahlung herauszufiltern oder sich in wärmeren oder kälteren Farben zu sonnen.

„Das Grundprinzip ist einfach“, erläutert Forscherin Sayantika Mukherjee. „Jede Farbe hat eine individuelle Ladung. Eine andere Farbe hat also eine andere Ladung und wir verwenden Spannung, um die Farben durch Anziehung oder Abstoßung in verschiedene Positionen zu bringen. Eine der größeren Herausforderungen war es, die richtige Struktur für die Bauelemente zu finden, um die Technologie für eine größere Fläche wie zum Beispiel ein Fenster auf einfache und kostengünstige Art und Weise anwendbar zu machen.“

Die smarten Fenster sind in Zusammenarbeit der University of Cincinnati mit Hewlett-Packard und den EMD/Merck Research Labs entstanden und wurden von der National Science Foundation gefördert. Ein Patent wurde bereits eingereicht.

Quelle

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