15.12.2016

Ab 2017: Bis zu 5.000 Euro fürs neue E-Auto

Ende November hat der Bund sein „Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität“ vorgestellt: Mit bis zu 4.000 Euro Förderung wurde für Privatpersonen ein attraktiver Anreiz für den Kauf eines Elektroautos geschaffen. Das Land setzt mit seiner Anschlussförderung weitere 1.000 Euro drauf.

Attraktive Förderungen machen Lust auf E-Fahrzeuge

Insgesamt stellen das Verkehrsministerium, das Umweltministerium und die Automobilwirtschaft für 2017/18 72 Mio. Euro zur Verfügung. Gefördert wird sowohl der Ankauf neuer Elektrofahrzeuge in allen Fahrzeugklassen als auch ein großzügiger Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur. Bis zu 16.000 E-Autos sollen damit zusätzlich auf die Straße gebracht werden.

Gefördert wird der Ankauf von E-PKW für Privatpersonen bzw. Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine mit
  • 4.000,- / 3.000,- Euro pro PKW für rein elektrische Antriebe
  • 1.500,- Euro pro PKW für Range Extender und Plug-In-Hybride

Auch im Bereich E-Zweiräder, E-Mobilitätsprojekte und E-Flotten (Busse und Nutzfahrzeuge mit E-Antrieb) setzt der Bund mit dem Aktionspaket einen deutlichen Anreiz.

Parallel dazu soll die E-Ladeinfrastruktur konsequent auf- und ausgebaut werden. Private erhalten als Bonus in Kombination mit der E‐PKW‐Förderung 200,‐ Euro pro Wallbox (bis 22 Kilowatt) oder intelligentem Ladekabel. Zur Förderung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur sind unter anderem bis zu 10.000,‐ Euro pro Schnellladestation vorgesehen.

Im Rahmen der ÖBB & ASFINAG Initiative ist ein Ausbau des E-Tankstellennetzes an Bahnhöfen und Autobahnen geplant. Ein Schwerpunkt liegt auf der Errichtung von Ladeinfrastruktur an Park & Ride Anlagen, wo die ersten Ladestationen bereits Mitte 2017 installiert werden sollen. Am hochrangigen Straßennetz sollen mittelfristig an allen Raststationen Ladestationen errichtet werden.

Eine wesentliche Voraussetzung für jegliche Förderung ist der Betrieb der Fahrzeuge wie auch der geförderten Strom-Tankstellen mit Strom aus ausschließlich erneuerbaren Quellen. Alle Fördervoraussetzungen und Detailinformationen zur Förderaktion sind ab 1.Jänner 2017 unter www.umweltfoerderung.at verfügbar. 


Land NÖ legt 1.000,- Euro Anschlussförderung dazu

Nur wenige Tage nach Bekanntgabe des Bundes-Aktionspakets durch die Minister Leichtfried und Rupprechter sowie Vertreter der Automobilbranche präsentierte das Land Niederösterreich seine Anschlussförderung und stockt die Förderung des Bundes für E-PKW bei Privaten und Unternehmen um 1.000 Euro auf. In Summe ergibt sich damit eine Fördersumme von bis zu 5.000,- Euro für einen Privat-PKW mit Elektroantrieb.

Die niederösterreichische Förderaktion startet zeitgleich mit der Bundesförderung am 1. März 2017 und gilt rückwirkend mit 1. Jänner 2017. Auch hier sind alle Fördervoraussetzungen und Detailinformationen ab 1. Jänner 2017 verfügbar


Zusätzliche Vorteile im Fahralltag

Neben den direkten Förderungen sieht das Aktionspaket noch weitere Vorteile für Elektrofahrzeuge vor. Schon länger waren E-Fahrzeuge durch den Entfall der NoVA und Versicherungssteuer steuerlich begünstigt. Für Unternehmen sind sie seit Jahresbeginn 2016 zusätzlich interessant, weil sie zu 100 % vorsteuerabzugsberechtigt sind und zusätzlich der Sachbezug für Privatnutzung entfällt.

Ab April 2017 sollen für E-Autos eigene Nummerntafeln mit grünen Schriftzügen eingeführt werden, mit denen weitere Vorteile im Fahralltag verbunden werden können, etwa Gratisparken in Kurzparkzonen, die Erweiterung von Lieferzonen und die Erlaubnis, Busspuren zu nutzen. Möglichkeiten und Details werden derzeit noch auf kommunaler Ebene geklärt.
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