02.04.2021

Car2Flex: Wie E-Autos die Energiezukunft mittragen könnten

E-Fahrzeuge könnten in Zukunft einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die stark schwankenden Strommengen aus Wind- und Sonnenenergie optimal zu nutzen und gleichzeitig das Stromnetz zu stabilisieren.

Smarte Ladekonzepte für eine erfolgreiche Energiezukunft

E-Mobilität ist einer der großen Hoffnungsträger, wenn es darum geht, den CO2-Ausstoß zu verringern. Eine steigende Anzahl von E-Autos bedeutet aber auch einen Mehrbedarf an Strom und zumindest potenziell Verbrauchsspitzen, wenn viele E-Autos abends mehr oder weniger gleichzeitig zum Laden ans Netz gehen. Gleichzeitig könnte die große Anzahl an Akkus aber auch einen wertvollen Beitrag leisten, wenn es darum geht, die stark schwankenden Erzeugungsmengen von Sonnen- und Windenergie auszugleichen.
 
Im Rahmen des Projekts Car2Flex, an dem auch die EVN mit ihrer E-Flotte beteiligt ist, werden nun Konzepte erprobt,
  • wie sich eine größere Zahl E-Fahrzeuge am besten in das Energiesystem integrieren lässt.
  • wie sich die Akkus dieser Fahrzeuge mithilfe intelligenter Ladetechnologien als Stromzwischenspeicher für die volatilen Strommengen aus Wind und Sonne nutzen lassen.
 
Ziel ist es, die Autos vor allem dann zu laden, wenn Überschussmengen Strom aus Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sollen sie bei Bedarf auch Strom wieder ins Netz abgeben, wenn dieser benötigt wird. Damit würde der Ökostrom nicht nur optimal genutzt, die E-Autos tragen so auch wesentlich zur Stabilität der Netze bei.
 
Voraussetzung für diese smarten Ladetechnologien sind sogenannte bidirektionale Ladepunkte, die mit Gleichstrom (DC) arbeiten. Sie können beispielweise den Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage direkt ans E-Auto abgeben, ohne dass er davor in Wechselstrom umgewandelt werden muss.
 
Um möglichst unterschiedliche Anwendungsprofile zu erfassen, werden für das Projekt drei Gruppen von E-Auto-Fahrern parallel begleitet: Privatpersonen, E-Car-Sharing-Betreiber und Firmenflotten. Begleitend werden detaillierte Informationen zum Mobilitätsverhalten in den einzelnen Gruppen gesammelt und ausgewertet: Wann und wie viel die Autos im Normalfall bewegt werden oder wann und wie lange sie laden. Diese Daten liefern wichtige Grundlagen für die Planung optimaler Ladezeiten und ihre Integration ins Energiesystem.
 
Projekt Car2Flex
 
 
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