02.09.2019

Die vier wichtigsten Fragen beim E-Autokauf

Stehen Sie kurz vor dem Kauf Ihres ersten E-Autos? Oder überlegen Sie noch? Hier finden Sie wichtige Fragen und Tipps, die Ihnen die Wahl des passenden Fahrzeugs erleichtern.

1. Reichweite: Wie viele km fahre ich tatsächlich im Alltag?

Die Angst, dass das E-Auto „nicht weit genug fährt“, bevor die Batterie leer ist, ist immer noch weit verbreitet – und für viele nach wie vor ein Grund, doch noch kein E-Auto zu kaufen. Dabei haben Studien längst bewiesen, dass die Mehrheit der Autofahrer an den meisten Tagen insgesamt nicht mehr als 50 km zurücklegt.
 
Gleichzeitig steigen die Reichweiten von modernen E-Autos praktisch mit jedem neuen Modell, das auf den Markt gebracht wird. Durchschnittlich liegt die Reichweite heute zwischen 250 und 300 km. Schon für 2020 erwarten Experten, dass sie 450 km erreichen wird – Tendenz weiter steigend.
 
Dazu kommt ein immer dichteres Netz an öffentlichen Ladestationen, die in immer kürzerer Zeit die Batterie für die Weiterfahrt aufladen.
 
In den allermeisten Fällen können E-Autos also schon heute den Alltag problemlos bewältigen. Die latente Reichweitenangst ist unbegründet.
 
 

2. Batterie: Kauf oder Miete?

Immer mehr Hersteller bieten bei ihren E-Autos die Batterie wahlweise zum Kauf oder zur Miete. Dabei sollten Sie folgende Vor- und Nachteile bedenken:
Ist die Batterie gemietet, tauscht der Hersteller die Batterie bei einem Defekt ohne Mehrkosten. Geht eine gekaufte Batterie nach der Garantie kaputt, trägt der Käufer das Risiko und die Kosten.
Beim Mietmodell entfallen die hohen einmaligen Kosten des Kaufs. Die Anschaffung wird dadurch bis zu einem Drittel billiger.
Ein Kauf rechnet sich vor allem, wenn Sie die Batterie bis ans Ende ihrer Lebensdauer nutzen. Bei guter Pflege kann sie gut zehn Jahre halten.
 
Faustregel: Je höher die jährliche Kilometerleistung Ihres E-Autos ist, desto früher rechnet sich der Kauf.
 
 

3. Gebraucht- oder Neuwagen?

Obwohl es mittlerweile attraktive Angebote und vor allem großzügige Förderungen für den Kauf eines E-Autos gibt, liegen die Anschaffungskosten immer noch deutlich über jenen von herkömmlichen Modellen. 
 
Durch die rasanten Fortschritte und Entwicklungen auf dem E-Auto-Markt, verlieren ältere Modelle oft rasch signifikant an Wert. Wer sich also auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsieht, kann hier immer wieder ein echtes Schnäppchen finden.
 
Auch vor Wartungs- und Reparaturkosten muss man sich bei Gebrauchten im Normalfall nicht fürchten. Sie liegen im Durchschnitt rund ein Drittel unter jenen von vergleichbaren Konventionellen. Elektroautos sind generell technisch einfacher aufgebaut. Es gibt weniger Verschleißteile; der Ölwechsel entfällt komplett und es ist auch keine Abgasmessung nötig.

Tipp: Im Online-Rechner können Sie berechnen, wie hoch die jährliche Einsparung an Kosten und CO2 beträgt.
 
 

4. Laden: Was und wie schnell kann das Auto?

Die günstigste Ladevariante ist in den meisten Fällen das Laden daheim: Das E-Auto wird bequem abends an die Ladebox angeschlossen und ist am Morgen wieder voll einsatzbereit. Das langsame Laden über Nacht schont darüber hinaus die Batterie und verlängert ihre Lebensdauer.
 
Wer öfter größere Strecken fahren möchte und daher auch unterwegs nachladen muss, sollte sich schon vor dem Kauf näher mit der Reichweite und den Ladeeigenschaften des Wunschmodells beschäftigen. Denn je nach Batterie und Ladeleistung haben E-Autos oft sehr unterschiedliche Ladezeiten.
 
Generell hängt die Ladedauer ab von
  • der Ladeleistung der Ladestation
  • der Kapazität der Batterie
  • der Ladetechnik des E-Autos
 
Vom Hersteller angegeben wird im Regelfall die Ladezeit, die benötigt wird, um die Batterie zu 80 % wiederaufzuladen – mitunter bei unterschiedlichen Ladeleistungen. Eine Übersicht über die Ladedauer der gängigen E-Modelle finden Sie hier.
 
Informieren Sie sich beim Kauf auf jeden Fall detailliert, mit welcher Ladetechnik und maximalen Ladeleistung das gewählte Modell geladen werden kann – und wählen Sie später die Ladestation entsprechend diesen Angaben. Es hat keinen Sinn, eine Ladestation mit einer (höheren) Leistung zu benutzen, als die, die Ihr E-Auto aufnehmen kann. Wie Sie die gängigsten Elektrofahrzeuge möglichst günstig laden können, finden Sie hier.
 
Tipp: Im öffentlichen Netz des BEÖ finden Sie österreichweit immer eine passende Lademöglichkeit in Ihrer Nähe. Alles, was Sie zur Nutzung noch brauchen, sind die EVN Strom-Tankkarte und die EVN Autoladen App, mit der Sie ganz einfach zur nächsten öffentlichen Ladestation finden.
 
 
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