09.01.2020

EVN und Fronius schaffen größte Batterie Österreichs

Durch die Vernetzung vieler einzelner Einheiten von Haushalts-Batteriespeichern wollen EVN und Fronius gemeinsam die größte Batterie Österreichs schaffen. Das gemeinsame Forschungsprojekt soll zur Integration von Wind- und Sonnenstrom ins Stromnetz beitragen.

Gemeinsam zur größten Batterie Österreichs

Sonnen- und Windkraftwerke sind für den nachhaltigen Umbau unseres Energiesystems enorm wichtig: Sie produzieren Strom ohne jegliche Emissionen. Allerdings produzieren sie diesen Strom nicht gleichmäßig. Die Strommengen schwanken stark je nachdem, ob die Sonne scheint oder wie stark der Wind weht.
 
Hier liegt eine der größten Herausforderungen der Energiezukunft: In einem Stromnetz müssen Erzeugung und Verbrauch zu jeder Sekunde genau im Einklang sein. Um die Schwankungen auszugleichen, muss der überschüssige Strom also gespeichert werden. Und mit jedem Ausbau von erneuerbaren Energien müssen diese Speicherkapazitäten laufend erweitert werden.
 
Haushalts-Batteriespeicher können hier eine Lösung sein. Sie dienen in erster Linie dazu, überschüssigen Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlagen zwischenzuspeichern. Mit ausgefeilter Technologie und Know-how können diese Batterien aber noch bedeutend mehr.
 
„Wir möchten gemeinsam mit unseren Kunden die größte Batterie Österreichs schaffen. Durch die Vernetzung vieler einzelner Einheiten – in unserem Fall Haushalts-Batteriespeicher – soll ein intelligentes, großes Ganzes entstehen. Diese gemeinsame virtuelle Groß-Batterie kann wesentlich zur Integration von Wind- und Sonnenstrom ins Stromnetz beitragen“, skizziert EVN Sprecher Stefan Zach die Vision hinter dem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Fronius.
 
Gemeinsam mit dem Batteriehersteller und Partner Fronius forscht die EVN nun daran, wie eine solche Integration von Einzelbatterien ins Stromnetz aussehen kann und welche technischen Anforderungen dafür erfüllt werden müssen.
 
„Die Fronius Vision von 24 Stunden Sonne, kann am besten mit dezentralen (Batterie-)Lösungen verwirklicht werden“, ist Michael Schubert, Leitung Utility Business Services, Fronius International GmbH, überzeugt. Fronius unterstützt die EVN bei der Verwaltung großer Mengen dezentraler Speichersysteme und ermöglicht, diese direkt anzusteuern. Neben den bewährten Wechselrichtern sind Solar.web und Smart Meter zentrale Projektbausteine. Damit wird ein anspruchsvolles Daten- und Energieflussmanagement gesichert.
 
„Um die Herausforderung zu bewältigen, die die Energiewende an unsere Netze stellt, brauchen wir die Mitwirkung unserer Kunden. Selbstverständlich sollen Sie davon auch profitieren. Etwa in dem sie für überschüssigen Strom aus dem Netz weniger bezahlen. Damit schaffen wir eine Win-Win-Win-Situation. Der Öko-Strom wird sinnvoll genutzt, die Netze werden entlastet und der Kunden bezieht günstige Energie“, skizziert Zach die Zukunft der Energieversorgung.
 
 
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