21.11.2017

Praxistest: Feldversuch in Seitenstetten

Sechs Wochen waren 28 Testpersonen aus Seitenstetten mit E-Autos unterwegs und haben diese im Dauereinsatz auf Herz und Nieren geprüft. Auch die Auswirkungen auf das Stromnetz wurden genauestens erfasst.

Bereit für den Alltag

Sechs Wochen lang haben 16 Familien und zwei Betriebe (28 Personen) aus der Seitenstettner Lehensiedlung Elektroautos im Alltag getestet. Die Autos wurden per Los zugeteilt. Alle Fahrten im Testzeitraum mussten damit erledigt werden.
 
Die EVN, ecoplus, die Energie- und Umweltagentur und Hersteller von Ladestationen wollten mit diesem Feldversuch in Seitenstetten die Vor- und Nachteile von E-Autos im täglichen Einsatz ausloten. Zusätzlich wurde genauestens erfasst, welche Auswirkungen ein derart konzentrierter Einsatz von E-Autos auf das lokale Stromnetz mit sich bringt.
 
Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fällt eindeutig positiv aus. Für Martina Krondorfer steht nach über 2.500 Kilometern mit dem Elektroauto fest: „Unser nächstes Zweitauto wird sicher ein E-Auto. Es bietet ein wunderbares Fahrerlebnis und denkt sehr viel mit. Dadurch kann man sich besser auf den Verkehr konzentrieren.“
 
Derselben Meinung sind Werner Boissl und seine Frau, die ihr E-Auto bereits seit über drei Jahren fahren – und bis jetzt noch nie an einer öffentlichen Ladestation aufladen mussten. Das Ehepaar ist der Beweis, dass E-Mobilisten mit einer ökonomischen Fahrweise viele Kilometer mehr fahren können.
 
Inspektionskommandant Stefan Krondorfer über ein weiteres Ergebnis: „Vor allem für längere Strecken wie Urlaubsreisen muss man derzeit schon noch genau planen und schauen, wo Ladestationen vorhanden sind.“ Für ihn steht aber dennoch fest, dass E-Autos die Zukunft sind.
 

Stromnetz kommt mit Belastungen gut zurecht

Trotz der hohen Beanspruchung in der Siedlung gab es keine Probleme mit dem Stromnetz. Die Ladestationen sind mit intelligenten Messgeräten ausgestattet. Zu Spitzenzeiten wurde die Ladeleistung der einzelnen Stationen planmäßig gedrosselt. Die gesammelten Daten sind laut Projektleiter Franz Angerer nun Grundlage für weitere Verbesserungen: „Dank des Pilotprojekts werden die künftigen Ladestationen noch ausgereifter sein.“
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