30.09.2020

Rechnet sich ein E-Auto auch wirtschaftlich?

Ein E-Auto zu fahren, ist für viele noch immer in erster Linie ein Signal für die Umwelt. Aktuelle Kostenvergleiche zeigen aber: Ein E-Auto kommt in vielen Fällen auch günstiger als ein Benziner oder Diesel – und das trotz der höheren Anschaffungskosten.

Beim Kostenvergleich die Nase vorn

Gut für die Umwelt, aber deutlich teurer und dazu noch eine geringe Reichweite – E-Autos kämpfen nach wie vor mit den bekannten Vorurteilen. Dabei schneiden immer mehr E-Autos im direkten Vergleich besser ab als vergleichbare konventionell betriebene. Wichtig für einen seriösen Vergleich ist natürlich, dass tatsächlich alle Kosten über die gesamte Nutzungsdauer berücksichtigt werden.
 
Diese Faktoren müssen Sie im Fakten-Check berücksichtigen:
  • Anschaffungskosten inkl. Ladebox
  • Steuervorteile & Förderungen beim Kauf
  • Kraftstoffverbrauch über die Nutzungsdauer
  • Kfz-Steuer und Versicherung
  • Wartung & Service
  • Restwert
 
Tatsache ist, dass der Preis eines neuen E-Autos im Normalfall noch höher liegt als der eines vergleichbaren benzin- oder dieselbetriebenen Autos. Allerdings gibt es für E-Autos und die dazugehörige Ladeinfrastruktur großzügige Förderungen, die vorerst bis Jahresende sogar noch einmal erhöht wurden.
 
Zusätzlich punkten E-Autos bekanntlich durch steuerliche Vorteile: Die NoVA entfällt ebenso wie die motorbezogene Versicherungssteuer. Als Firmenauto sind E-Autos außerdem vorsteuerabzugsfähig und von der Sachbezugsregelung befreit.
 
Nicht zuletzt haben E-Autos auch im laufenden Betrieb die Nase vorn: Am günstigsten laden Sie Strom daheim. In Kombination mit einer eigenen PV-Anlage kann man hier sogar noch einmal sparen. Und ganz klar ist dabei natürlich auch: Je höher die Jahreskilometerleistung, desto früher rechnet sich dadurch das E-Auto.
 
Unschlagbar sind sie schließlich bei Service & Wartung. Verschleißanfällige Teile, wie Kupplung, Getriebe oder Auspuff, gibt es beim E-Auto nicht. Daher entfallen neben dem Ölwechsel auch kostenintensive Reparatur- und Wartungsarbeiten.
 
Der Restwert war bisher eher ein Schwachpunkt von E-Autos. Mittlerweile hat sich aber auch dafür ein Markt gebildet, so dass die E-Modelle hier deutlich aufholen.
 
Direkte Kostenvergleiche beziehen sich in der Regel auf Deutschland und sind wegen der Unterschiede bei Förderungen und Steuern nur mit Vorsicht auf Österreich übertragbar. Trotzdem zeigen sie deutlich, dass E-Autos auch wirtschaftlich schon eine sehr interessante Alternative sind. Je nach Modell, Fahrstil, Fahrleistung und persönlichen Faktoren kann ein E-Auto heute sogar schon nach 2,5 Jahre die günstigere Wahl gegenüber einem Benzin- oder Diesel-PKW sein.
 
Wer gerne selbst ein bisschen probieren und vergleichen möchte, kann das mit dem online-E-Auto-Kosten-Rechner tun.
 
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