08.05.2022

EVN errichtet hochmoderne Klärschlammverbrennungsanlage in Dürnrohr

Aus heutiger Sicht rechnen wir damit, dass die Anlage im Frühjahr 2023 in Betrieb geht und den ersten Schlamm verwerten wird
Am Kraftwerksgelände Dürnrohr wurde im Jahr 2008 eine Versuchsanlage für die Entgasung von Biomasse in Betrieb genommen. Diese Anlange wird nun optimiert und zu einer hochmodernen Klärschlammverbrennungsanlage umgerüstet. Aktuell wurden der neue Wirbelschichtofen und Abhitzekessel angeliefert. „Die Einhebung der beiden Komponenten ist ein großer Meilenstein“, erläutert EVN Sprecher Stefan Zach.

Die Anlage wird Industrie-Klärschlamm verwerten und wertvolle Energie daraus produzieren. „Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft ist es außerdem ein weiterer Schritt, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen“, so Zach, „Aus heutiger Sicht rechnen wir damit, dass die Anlage im Frühjahr 2023 in Betrieb geht und den ersten Schlamm verwerten wird“.

Jährliche Kapazität 
  • 20.000 t/a Nassklärschlamm 
  • bis zu 8.300 t/a Ersatzbrennstoff 

Klärschlammbehandlung im Fokus

Der technisch ausgereiften Behandlung des Klärschlamms kommt eine immer wichtigere Bedeutung zu. Künftig verfügt die EVN Gruppe über noch größere Erfahrung in der Klärschlammverbrennung, die aus dem Bau kleinerer Anlagen wie in Utena (Litauen), mittlerer wie in Halle (Sachsen-Anhalt) und großer wie in Tubli (Bahrain) resultiert.

Die Entsorgungsprobleme beim Klärschlamm, ausgelöst durch Neuregelungen der Klärschlammverordnung und des Düngerechts in Deutschland, haben auf Möglichkeiten aufmerksam gemacht, die auf vielen geplanten und gebauten Anlagen bald gängige Verfahrenspraxis sind: Die Klärschlammverbrennung dient hier der thermischen Verwertung des zuvor getrockneten Schlamms, um Wärme zu erzeugen. Diese lässt sich, wie in einem Kreislauf, wiederum zur Schlammtrocknung nutzen. Sie kann aber ebenso für die Fernwärme eingesetzt werden oder per Wasserdampf und Turbinenantrieb elektrische Energie liefern. Im Falle von Dürnrohr wird der Dampf für die Versorgung der Agrana genutzt.

Fotocredits: © EVN / Matejschek

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