Thermische Erzeugung

Thermische Erzeugung

Neben erneuerbaren Energien erzeugt die EVN mit Hilfe von Gas mit modernen und umweltfreundlichen Anlagen Elektrizität und Wärme. Das Kraftwerk Theiß sorgt bei Stromengpässen für Versorgungssicherheit.

Kraftwerk Theiß

Das Wärmekraftwerk Theiß ist mit einer Nennleistung von 800 MW das leistungsstärkste kalorische Kraftwerk der EVN. Es besteht aus zwei Blöcken: dem Block A und dem Block B. Zusätzlich stehen zwei Gasturbinen in Reserve zur Verfügung. Als Brennstoff kommt grundsätzlich Erdgas zur Verwendung. Nur bei unvorhersehbaren Engpässen könnte aus Gründen der Versorgungssicherheit Heizöl als Energieträger eingesetzt werden.
 
Aktuell sorgt das Kraftwerk Theiß mit 430 MW bei Stromengpässen für Versorgungssicherheit.
 
Eine deutliche Verbesserung der Umweltleistung wurde im Zuge eines Modernisierungsprojekts erreicht, das zwischen 1998 und 2000 realisiert wurde. Mit einer neuen Gasturbine und das Schaffen einer Möglichkeit zur Wärmeauskopplung für Zwecke der Fernwärmeversorgung sowie durch eine hocheffiziente Rauchgasreinigungsanlage konnte eine weitere deutliche Senkung der Emissionen erfolgen.
 
Beim Kraftwerk Theiß befindet sich auch der größte Fernwärmespeicher Europas. Er verfügt über ein Fassungsvermögen von 50.000 Kubikmetern Wasser. Mit der Nutzwärme des Kraftwerks Theiß werden die Stadt Krems an der Donau und die Gemeinden Gedersdorf und Grunddorf mit Wärme versorgt.
 
 

Kraftwerk Korneuburg

Das ursprünglich aus zwei Blöcken bestehende Kraftwerk Korneuburg wurde 1958 in der Gemeinde Langenzersdorf, in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze von Korneuburg, errichtet.
 
Der Kraftwerksblock der EVN war eine der ersten Anlagen, in der Gasturbinen und Dampfturbinen kombiniert wurden. 1980 wurde der Block durch eine Kombianlage mit dem damals weltbesten Wirkungsgrad von 47,6 % ersetzt. Durch den Austausch der Gasturbine im Jahr 2003 wurden die Leistung auf 150 MW und der Wirkungsgrad auf annähernd 50 % gesteigert.
 
Das Kraftwerk Korneuburg ist aktuell eingemottet und könnte bei Bedarf wieder ans Netz gebracht werden.
 
 

Kraftwerk Dürnrohr

Nach knapp 33 Jahren beendete die EVN am 2.8.2019 die Kohleverstromung am Standort Dürnrohr.
 
Das Kraftwerk Dürnrohr war seit 1986 ein Eckpfeiler der Versorgungssicherheit Ostösterreichs. Zu Spitzenzeiten war an diesem Standort Steinkohle für bis zu einem Jahr Produktion gelagert. Bei Volllast produzierte Dürnrohr Strom für rund 1,7 Mio. Haushalte.
 
Dürnrohr wird als wichtiger innovativer Energiestandort weiterentwickelt. Hier nutzt die EVN 500.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung. Aus dem Müll wird Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe werden von Dürnrohr aus mit Energie versorgt.
 
Künftig soll dort auch der niederösterreichische Klärschlamm einer sinnvollen Verwertung zugeführt und zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden. Zusätzlich wird derzeit von der EVN die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage am Standort vorbereitet.
 

Weitere Infos