Meine EVN News

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Hier finden Sie alle Informationen der EVN Wärme GmbH immer brandaktuell: ob neue Projekte, Erweiterungen in unserem Fernwärmenetz, Innovationen, aktuelle Informationen zur Wertsicherung und zu Förderungen oder einfach nur gute Nachrichten.

Was ist eine „Wertsicherung“? Und was wird dabei gesichert?

Die Wertsicherung ist ein Bestandteil unseres Wärmevertrags, mit dem wir vertraglich festgelegt haben, nach welchen Kriterien Ihre Preise (Wärmeverbrauch, Warmwasser, Grund- und Messpreis) an allgegenwärtige Preis- bzw. Kostenentwicklungen angepasst werden.
 
Sie kennen das von der Miete:
Bei einem Mietrechtsverhältnis gehen Sie eine langfristige Bindung ein. Deshalb wird vertraglich vereinbart, wie die Miete an allgemeine Preisentwicklungen angepasst wird. Diese Anpassung ist eine Abgeltung der Inflation und wird normalerweise über den „Verbraucherpreisindex (VPI)“ abgewickelt. Ihre Miete wird dabei „über den VPI indiziert“ – so der Fachbegriff. Ein Index ist – vereinfach gesagt – eine Tabelle, in der für jedes beliebige Jahr und jeden beliebigen Zeitraum die Preisentwicklungen mithilfe veröffentlichter Werte dargestellt werden. Nähere Informationen zum VPI finden Sie hier.
 
Real steigen die Kosten bei einer reinen VPI-Indizierung nicht; Ihre Kaufkraft bleibt erhalten. Diese Vereinbarung soll garantieren, dass der „Wert“ Ihrer Miete trotz Inflation gleich bleibt.

 
 

Die Wertsicherung des Wärmepreises ist ein wenig komplexer

Die Wertsicherung des Wärmepreises basiert auf Preisentwicklungen in Bereichen, die für unseren Produktionsprozess wichtig sind – und damit für die Kosten, die bei uns entstehen. Dazu zählen etwa die Preise für Holz, Gas, Strom und Löhne. Für alle diese Bereiche gibt es die verschiedensten Indizes, die die Preisentwicklung abbilden.
 
Für die mit Ihnen vereinbarte Wertsicherung haben wir diese unterschiedlichen Indizes zu einer sogenannten „Wertsicherung“ zusammengefügt. Unser Ziel ist dabei, eine möglichst stabile und planbare Preisentwicklung für Sie als unsere Kundinnen und Kunden abzubilden, die trotzdem unseren Beschaffungskosten gut entspricht.
 
Beispiel Grundpreis:
Index Zeitraum Ausgangswert (Zeitraum) Aktueller Wert Gewichtung Faktor Änderung in Prozent
VPI 2000 Kalenderjahr 135,2
(KJ 2016)
138,0
(KJ 2017)
100% 1,02071 2,07%
 
Beispiel Verbrauchspreis:
Index Zeitraum Ausgangswert (Zeitraum) Aktueller Wert Gewichtung Faktor Gewichteter Faktor Änderung in Prozent
VPI 2000 Kalenderjahres-durchschnitt 135,2
(KJ 2016)
138,0
(KJ 2017)
34% 1,02071 0,34704 3,50%
Energieholz Kalenderjahres-durchschnitt 1,514
(KJ 2016)
1,508
(KJ 2017)
33% 0,99604 0,32869
Einfuhrpreis von Erdgas Kalenderjahr-durchschnitt 15,22 EUR/MWh
(KJ 2016)
17,47 EUR/MWh
(KJ 2017)
17% 1,14783 0,19513
Ofenheizöl extra leicht Dreimonats-mittelwert 196,5
(Dez16–Feb17)
201,6
(Dez17–Feb18)
16% 1,02595 0,16415
 
 
 

Änderung beim Wertsicherungs-Indexbestandteil „Einfuhrpreis von Erdgas im gasförmigen Zustand“

 
Was wird hier geändert? Warum?
Die Wertsicherung ist ein Bestandteil unseres Wärmevertrags, mit dem wir vertraglich festgelegt haben, nach welchen Kriterien ihre vereinbarten Preisbestandteile an Preisentwicklungen angepasst werden. Ein wichtiger Bestandteil dieser Wertsicherung ist der Gaspreis (Wir verwenden Gas vor allem zur Abdeckung von Spitzenlasten im Winter und als Ausfallsreserve, damit Ihre Wohnung auch dann warm bleibt, wenn es Störungen bei der Versorgung mit Naturwärme gibt).
 
Die Gas-Preisentwicklung wird mit einer Preistabelle mit der Bezeichnung: „Einfuhrpreis von Erdgas, im gasförmigen Zustand (WNr. 2711 2100)“ von der Statistik Österreich monatlich veröffentlicht. Aufgrund von Umstellungen bei dieser veröffentlichten Preistabelle – ein bisher verwendeter Umrechnungsfaktor wurde mit heuer von der Statistik Österreich eingestellt – müssen wir die Einheit ändern, mit der dieser Index in Ihre Wertsicherung eingeht: Konkret wechseln wir von der bisher verwendeten Einheit „ct/Nm³“ („Cent pro Normkubikmeter“) auf die neue Einheit „EUR/MWh“ („Euro pro Megawattstunde“) mit dem Umrechnungsfaktor „3.600 Megajoule [MJ] entsprechen 1 Megawattstunde [MWh]“. Damit einhergehend verändert sich auch der ursprüngliche Ausgangswert der letzten durchgeführten Preisanpassung (1.5.2017) von 16,91 ct/Nm³ auf 15,22 EUR/MWh.
 
Diese ab 01.05.2018 gültige Änderung hat für Sie keine weiteren Auswirkungen.
Der dahinter liegende Index der Statistik Österreich und die daraus abgeleitete Preisänderung aufgrund der Wertsicherung bleiben gleich.