News zu E-Mobilität in der EVN


  1. Sie interessieren sich für E-Mobilität? Hier informieren wir Sie laufend über Aktionen und Events. Mit der EVN sind Sie in Sachen E-Mobilität immer bestens informiert.

Wachauer Schnellladestation

Neben der bestehenden E-Bike-Ladestation hat die Domäne Wachau nun die erste Schnellladestation der Wachau errichtet. Sie ist mit zwei DC-Ladepunkten ausgestattet, an denen E-Autos mit jeweils bis zu 75 kW laden können. Der Strom stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energien.

Der Ladevorgang für einhundert Kilometer Reichweite dauert rund 15 Minuten. Diese Zeit ist fast zu kurz, um einen Blick in die Vinothek der Domäne Wachau zu werfen. Der Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall 

Die Domäne Wachau ist seit 2018 mit dem Gütesiegel „Nachhaltig Austria“ zertifiziert. Mit der Schnellladestation für E-Autos hat das Weingut jetzt einen weiteren Baustein in sein Nachhaltigkeitskonzept eingefügt.

Domäne Wachau


Schnellladestation beim Reload24 in Wiener Neustadt

Bisher standen in Wr. Neustadt an 14 Standorten insgesamt 50 Ladepunkte an 22 Ladestationen zur Verfügung. Jetzt ist eine attraktive Ladestation gleich bei der Autobahnabfahrt Wr. Neustadt West hinzugekommen. Hier können bis zu sechs E-Autos gleichzeitig geladen werden.

Die maximale Ladeleistung beträgt 150 kW. Das bedeutet, dass innerhalb von zehn Minuten eine zusätzliche Reichweite von 100 Kilometern geladen werden kann.

In der kurzen Pause gibt es im Reload 24 eine Stärkung, oder man nützt das bequeme Take-away-Angebot.

Tipp: Im "WashPark Mandl“ nebenan lässt sich dem Auto noch schnell frischer Glanz verleihen.

Reload24

E-Ladebox ist „privilegierte Änderung“


  1. Was für private Hausbesitzer relativ einfach machbar ist, war bisher für alle, die in einer Wohnung leben, fast unmöglich: die Errichtung einer Lademöglichkeit fürs E-Auto in der hauseigenen Garage. Denn oft wurde dafür eine Zustimmung aller (Mit-)Eigentümer gefordert. Ein aktuelles OGH-Urteil schafft nun Klarheit und erleichtert die Installation einer Ladebox in Mehrparteien-Eigentumshäusern.
     
    Demnach ist das Verlegen einer elektrischen Leitung samt eigenem Zähler eine privilegierte Änderung im Sinn des § 16 Abs. 2 Satz 2. Eine zwingend einstimmige Zustimmung aller Miteigentümer entfällt damit. Auch die Verkehrsüblichkeit oder das wichtige Interesse desjenigen, der die Lademöglichkeit errichten will, müssen nicht nachgewiesen werden. Das gilt derzeit jedenfalls für eine „Wallbox“ in technisch einfacher Ausführung, die einphasiges Laden eines E-Autos mit 3,7 kW ermöglicht und deshalb mit einer herkömmlichen Steckdose vergleichbar ist.
     
    Achtung: Für aufwändigere Maßnahmen, wie die Installation einer „Wallbox“ zum dreiphasigen Laden mit 22 kW, gilt diese Privilegierung nicht.
     
    Wer künftig eine Ladebox für sein E-Auto installieren lassen will, muss zwar trotzdem bei der Hauseigentümerschaft anfragen. Sollte die Eigentümergemeinschaft dem Bau aber nicht zustimmen, kann der Bauwerber sich die Genehmigung im gerichtlichen Außerstreitverfahren holen.

Erfolgreicher Praxistest in Echsenbach


In der Gemeinde Echsenbach im Herzen des Waldviertels wurden die Alltagstauglichkeit von E-Autos und mögliche Auswirkungen auf das Stromnetz auf Herz und Nieren getestet: 24 E-Autos standen den Bewohnern einer Einfamilienhaus-Siedlung für einen mehrmonatigen Feldversuch zur Verfügung.


Der Testzeitraum lief von November 2018 bis März 2019. Dadurch konnte die Netzbelastung durch die Ladevorgänge insbesondere in den kalten Wintermonaten genauestens verfolgt werden. Denn neben den Erfahrungen der Testteilnehmer mit den E-Autos im Alltag war es ein wichtiges Ziel zu sehen, ob die Netze schon heute mit den künftigen Anforderungen der E-Mobilität zurechtkommen.

 

Am Pilotprojekt beteiligt waren

 

  • das Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft als Projektleiter
  • die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich
  • die ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH
  • die EVN als Stromanbieter
  • die Netz NÖ als Netzbetreiber
  • Keba und Schrack als Anbieter von E-Ladestationen und
  • 24 Test-Haushalte


Laden mit intelligenten Steuersystemen

Das ausgewählte Testgebiet in Echsenbach ist eine typische niederösterreichische Einfamilienhaussiedlung, wo Photvoltaikanlagen und Wärmepumpen installiert und in Betrieb sind. Dadurch ergaben sich besonders gute Voraussetzungen für einen Feldtest mit hoher E-Autodichte und hoher Netzbelastung. Vor allem wenn eine größere Anzahl E-Autos gleichzeitig geladen werden soll, stellt das nämlich die Stromnetze vor beträchtliche Herausforderungen.

Durch den Einsatz intelligenter Steuersysteme in den Haushalten sollten in Echsenbach allfällige Probleme verhindert werden. Getestet wurde hier eine Erweiterung der EVN Innovation „joulie“: Durch intelligente Steuerung werden dabei Erzeugung und Verbrauch in Einklang gebracht. Der joulie Optimierungsassistent unterstützt Kundinnen und Kunden bei dieser Teststellung dabei, das Zusammenspiel zwischen Photovoltaik-Erzeugung, Batteriespeicher und Verbrauchern wie Wärmepumpen und E-Autos zu optimieren.

Einige wichtige Erkenntnisse


  • Die eingesetzten E-Autos konnten die E-Mobilitätsbedürfnisse der Testteilnehmer zu einem hohen Grad bedienen. Die Fahrzeuge haben die vorgesehenen Strecken im Alltag problemlos bewältigt. 
  • Die Teilnehmer haben sich schnell an die neuen Fahrzeuge und ihre Annehmlichkeiten gewöhnt. Vereinzelt wäre eine höhere Reichweite wünschenswert gewesen.
  • Auch das Laden über Nacht hat gut funktioniert. Die Spannungsregelung der Ladeleistung und eine damit verbundene Ladeverzögerung wurde nicht als störend empfunden. Auch dass der Ladevorgang bei hoher Netzauslastung erst um 21 Uhr gestartet wurde, hat keine Nachteile mit sich gebracht.
  • Der gleichzeitige Betrieb von E-Ladeboxen und Wärmepumpen, die bei niedrigen Temperaturen entsprechend mehr Leistung beziehen, stellt eine Herausforderung für die Netzstabilität dar. Das bestehende Stromnetz der EVN bietet aber jetzt schon gute Voraussetzungen auch für höhere E-Autodichten.
  • E-Autos mit ihrem hohen Energiebedarf beim Laden und langen Standzeiten in der Nacht eignen sich sehr gut zur Lastverschiebung in Zeiten mit freien Netzkapazitäten und/oder mit Stromüberschüssen aus erneuerbarer Produktion (Windenergie).
  • Die Elektroinstallation im Haus ist ein wichtiger Faktor für den sinnvollen Betrieb einer E-Ladebox: Lange, schwach dimensionierte Leitungen führen zu einem deutlichen, selbst verursachten Spannungsabfall. 
  • Fazit: E-Autos sind bestens alltagstauglich und sofort einsatzbereit. 

Haben Sie noch Fragen?


Für weitere Informationen stehen wir Ihnen unter der gebührenfreien Hotline 0800 800 777 oder per E-Mail an tankkarte@evn.at gerne zur Verfügung.