Die EVN Klimainitiative
Die EVN Klimainitiative ist Teil unserer Kernstrategie 2030. Sie repräsentiert unseren 1,5°C-Übergangsplan zur Dekarbonisierung unseres Unternehmens. Mit dem Ausbau unserer erneuerbaren Erzeugungskapazitäten und der erneuerbaren Wärmeversorgung bündelt sie einerseits unsere Investitionen für die Energiezukunft. Sie schließt aber auch unsere Kund*innen mit ein, für die wir durch die Versorgung mit erneuerbarem Strom und Wärme nachhaltige Lösungen schaffen. Die gezielte Entwicklung und der Einsatz von innovativen Produkten z. B. im Bereich des Flexibilitätsmanagements sowie digitale Kund*innenlösungen für Prosumer ergänzen und ermöglichen diese Initiativen.
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1,5°C-Übergangsplan für den Klimaschutz
Zentrum unserer Strategie 2030 stehen seit ihrer Verabschiedung im Geschäftsjahr 2019/20 der Klimaschutz und die dafür erforderliche Transformation der Energiewirtschaft. Diese Zielsetzungen haben wir in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Maßnahmen konsequent verfolgt und konnten dadurch bereits wesentliche Meilensteine auf unserem Weg in eine erneuerbare Energiezukunft erreichen. Ein wichtiger
Dekarbonisierungsschritt war unser endgültiger Ausstieg aus der Stromerzeugung aus Kohle im Jahr 2021. Darüber hinaus treiben wir die Transformation unseres Erzeugungsportfolios kontinuierlich voran und erzielen mit der Reduktion thermischer Anlagen und dem gezielten Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten laufend substanzielle Fortschritte auf dem Weg zu einer erneuerbaren Energieversorgung.
Zur Umsetzung unseres 1,5°C-Übergangsplans haben wir zentrale Dekarbonisierungshebel definiert, die die operative Grundlage unseres Reduktionspfads bilden und zeitlich gestaffelt umgesetzt werden:
• Starker Ausbau unserer erneuerbaren Erzeugungskapazitäten (Windkraft, Photovoltaik, Batteriespeicher)
• Revitalisierung von bestehenden Wasserkraftwerken und Erweiterung von Pumpspeicherkapazitäten
• Ausbau bzw. Transformation unserer Wärmeerzeugung
• Reduktion der Treibhausgasemissionen aus dem Gasnetzabsatz
• Reduktion der Treibhausgasemissionen aus Stromnetzverlusten und dem Stromvertrieb in Bulgarien und Nordmazedonien
In den vergangenen zwei Geschäftsjahren haben wir – auch im Zuge der Überprüfung und Weiterentwicklung unserer Strategie 2030 – intensiv an der Verschärfung unserer Klimaschutzziele gearbeitet. Unsere neuen Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen orientieren sich nun am 1,5°C-Ziel des Pariser Klimaabkommens. Auch diese neuen Zielsetzungen haben wir SBTi zur wissenschaftsbasierten Prüfung und Validierung
vorgelegt. Aufgrund unseres diversifizierten Geschäftsmodells haben wir uns zu vier Klimazielen verpflichtet – zwei Intensitäts- und zwei Absolutzielen. Diese umfassen sowohl die wesentlichen Treibhausgasemissionsquellen unserer eigenen Geschäftstätigkeit (Treibhausgasemissionen aus der Strom- und Wärmeerzeugung, den Stromnetzverlusten und unserem Gas-Netzabsatz) als auch Treibhausgasemissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, insbesondere aus der Energienutzung durch unsere Kund*innen. Die erfolgreiche SBTi-Validierung dieser Zielsetzungen erfolgte im April 2025. Durch die externe Überprüfung anhand von wissenschaftsbasierten Benchmarks sowie eine regelmäßige interne Fortschrittsüberwachung stellen wir sicher, dass unsere strategischen Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen vollumfänglich mit dem Pariser Abkommen kompatibel sind und bleiben.
Für weitere Informationen zum 1,5°C-Übergangsplan der EVN siehe hier.
Innovationen und nachhaltige Lösungen für unsere Kund*innen
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur nachhaltigen Reduktion von CO2e-Emissionen sind ein weiterer Baustein in unserem Bestreben, aktiv zur Verwirklichung der Pariser Klimaziele beizutragen. Zudem dienen sie der strategischen Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells. In diesem Sinn sollen alle unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten einen Beitrag zur Verwirklichung der Ziele der EVN Klimainitiative leisten. Wir wollen den Klimaschutz und den schrittweisen Systemumbau in Richtung klimaneutraler Energieerzeugung bei gleichzeitiger Gewährleistung der Versorgungssicherheit fordern. Dies erfolgt im Rahmen zahlreicher innovativer Forschungs- und Entwicklungsprojekte, so z. B. des Batteriespeicherprojekts „Batterie STABIL“ oder der überregionalen, von Landesenergieversorgern und den Landesenergieagenturen getragenen Forschungsinitiative „Green Energy Lab“.