Für die Stadtgemeinde Baden ist die Modernisierung ein wichtiger Schritt: „Das Biomasseheizkraftwerk ist seit mittlerweile 20 Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer regionalen Energieinfrastruktur. Mit der Modernisierung wird sichergestellt, dass diese Anlage auch in Zukunft zuverlässig und effizient umweltfreundliche Wärme und Ökostrom liefert“, betont Stadtrat Franz Schwabl.
Seit seiner Inbetriebnahme liefert das Biomasseheizkraftwerk umweltfreundliche Wärme und Strom für umgerechnet rund 10.000 Haushalte in der Region. Die erzeugte Wärme wird in das Naturwärmenetz Thermenregion eingespeist – das größte überregionale Naturwärmenetz Österreichs. Pro Jahr werden dafür rund 200.000 Schüttraummeter Hackschnitzel eingesetzt. Durch die Modernisierung kann zusätzliche Wärme in das Naturwärmenetz eingespeist werden. Die Effizienz der Anlage wurde um bis zu 20 Prozent erhöht.
Auch Gerfried Koch, Leiter der Abteilung Energie, Klima & Umwelt, ist stolz auf die zusätzliche Naturwärme für rund 2.000 Haushalte: „Das Biomasseheizkraftwerk zeigt seit zwei Jahrzehnten, wie regionale Energieversorgung nachhaltig funktionieren kann. Die Modernisierung ist ein starkes Signal für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung. Unser Fernwärmenetz kann damit weiter ausgebaut werden!“
Die Anlage ist zugleich ein zentraler Baustein für den weiteren Ausbau des Naturwärmenetzes in der Region. Bereits in diesem Jahr startet der Bau der Verbindungsleitung zwischen Baden und Bad Vöslau. Dadurch werden auch die Einzelnetze von Bad Vöslau, Kottingbrunn und Leobersdorf in das überregionale Netz eingebunden.
Für EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag ist die Modernisierung daher ein wichtiger Schritt in die regionale Energiezukunft: „Das Biomasseheizkraftwerk bleibt auch in der Zukunft eine zentraler Wärmeknotenpunkt. Mit der Modernisierung ist das Biomasseheizkraftwerk Baden somit bestens für die kommenden Jahre gerüstet – und kann auch in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, regionalen und sicheren Energieversorgung leisten.“
EVN Wärme
Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits rund 80 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs und versorgt 150.000 Haushalte.
Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird derzeit aus Biomasse erzeugt. Zusätzlich arbeitet die EVN an weiteren Technologien wie Power-to-Heat-Anlagen, Solarthermie und Tiefen-Geothermie, um die Wärmeversorgung in Niederösterreich auf noch breitere Beine zu stellen.
Das Biomasseheizkraftwerk ist für die Zukunft gerüstet und kann die eingesetzte Biomasse nun noch effizienter in Naturwärme umwandeln. © EVN

Im Vordergrund ist deutlich der Zubau und der neu installierte Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 250 m³ zu erkennen. © EVN

v.l.n.r. Gerfried Koch, Leiter der Abteilung Energie, Klima & Umwelt; EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag und Stadtrat Franz Schwabl. © EVN / Nadine Studeny

Seit 20 Jahren versorgt das Heizkraftwerk die Standgemeinde Baden mit umweltfreundlicher Naturwärme aus Hackschnitzel. © EVN / Nadine Studeny

v.l.n.r. Leiter der Energie, Klima & Umweltabteilung Gerfried Koch, EVN Projektleiter Andreas Oberhammer, Stadtrat Franz Schwabl, EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag und EVN Projektentwickler Stefan Bruckmüller bei der Besichtigung der modernisierten Anlage. © EVN / Nadine Studeny

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