Der Prozess zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung ist Teil unserer einmal jährlich konzernweit durchgeführten doppelten Wesentlichkeitsanalyse und Risikoinventur. Im Rahmen dieser erfolgt für alle unsere Anlagen (z.B. Energieerzeugungsanalysen, Netzinfrastruktur, Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr und Abwasseraufbereitungsanlagen) eine Identifikation und Erhebung von umweltrelevanten Emissionen in Luft, Wasser und Boden anhand des Europäischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters (E-PRTR), das auch relevante Schadstoffmengen und Schwellenwerte u.a. für den Energiesektor festlegt. Basierend auf ihrem fachspezifischen Know-how überprüfen und beurteilen unsere internen Fachexpert*innen für jede Anlage das Schadstoffpotenzial. Werden potenzielle Schadstoffemissionen erkannt, erfolgt eine Mengenerhebung. Emissionsmengen aus unseren Anlagen, die über den vorgegebenen Schwellenwerten nach E-PRTR liegen, werden als wesentlich eingestuft und somit für das interne Monitoring in die Datenbank für nichtfinanzielle Kennzahlen aufgenommen. In einem nächsten Schritt findet eine Identifikation der Ursachen und die Entwicklung und Evaluierung von Maßnahmen statt.
Zusätzlich überwachen wir die Einhaltung weiterer gesetzlicher Grenzwerte und führen an Standorten, die nach Umweltmanagementsystem geprüft sind (ISO-14001, EMAS) zusätzliche Analysen weiterer wichtiger Umweltaspekte, wie z.B. zu den Themen Luft, Wasser, Boden, Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen, durch. Rückmeldungen aus Genehmigungsverfahren, Stakeholderdialogen und öffentlichen Beteiligungen werden systematisch berücksichtigt. Auch aus dieser Analyse ermittelten Auswirkungen fließen in die Wesentlichkeitsanalyse des Konzerns sowie in die Zieldefinition und Maßnahmenplanung für die Umweltmanagementsysteme ein. Umweltrelevante Rückmeldungen aus Genehmigungsverfahren, Informationsveranstaltungen und formellen öffentlichen Beteiligungen mit Stakeholdern werden von den Fachexpert*innen der Konzernfunktion Innovation und Nachhaltigkeit bewertet und fließen in unsere Analyse mit ein.
Hinsichtlich unserer Wertschöpfungskette erfolgt die Identifikation wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen über eine automatisierte Datenanalyse unter Nutzung eines Tools für Lieferant*innen-Risikoanalyse und -monitoring sowie anhand von internem Fachwissen, Research Papers und warengruppenspezifischen ENCORE-Scores. Die Kombination dieser Instrumente und Quellen ermöglicht eine erste Einschätzung potenzieller Auswirkungen und Risiken in unserer Wertschöpfungskette. In unserer Wertschöpfungskette wurden die Luftverschmutzung durch die Bereitstellung und den Einsatz von Energieträgern sowie die Verunreinigung von Wasser als wesentlich identifiziert.
Weiterführende Informationen können in unserem Ganzheitsbericht gefunden werden.