Das Heizwerk nutzt Biomasse aus der heimischen Land- und Forstwirtschaft. Die Hackschnitzel stammen von Betrieben aus der Umgebung. "Das Biomasseheizwerk zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz und Regionalität Hand in Hand gehen können. Die Wertschöpfung bleibt bei uns in der Region und macht uns zugleich ein Stück unabhängiger von Energieimporten. Als Bürgermeisterin bin ich stolz, dass Eggenburg hier vor zwei Jahrzehnten eine Vorreiterrolle eingenommen hat", erklärt Bürgermeisterin Margarete Jarmer.
Das Naturwärmenetz in Eggenburg erstreckt sich über eine Länge von insgesamt 4 Kilometern. Es versorgt neben der Berufsschule, den Schulen oder dem Psychosomatischen Zentrum auch zahlreiche private Haushalte mit umweltfreundlicher Naturwärme. Das Heizwerk mit einer Leistung von 3 MW garantiert nicht nur eine verlässliche Energieversorgung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle im Klimaschutz: Durch den Betrieb konnten in den vergangenen 20 Jahren rund 28.000 Tonnen CO2 eingespart werden – das entspricht dem durchschnittlichen Jahresausstoß von 15.000 PKWs.
"Seit zwei Jahrzehnten versorgen wir unsere Kundinnen und Kunden in Eggenburg mit umweltfreundlicher, sauberer und zuverlässiger Wärme. Diese Erfolgsgeschichte ist für uns ein Ansporn, auch in Zukunft auf erneuerbare Energien und regionale Partnerschaften zu setzen", so Alfred Freunschlag, Geschäftsführer der EVN Wärme. Neben dem Biomasseheizwerk speist auch die Biogasanlage Abwärme in das Netz ein.
Auf weitere Ausbauten weist EVN Projektleiter Markus Goldsteiner hin: „Wir verdichten das Netz stetig. Auf Vorschlag der Stadt werden wir nun auch vorsorglich Leitungen in der Bürgerspitalgasse verlegen, da dort die Wasserleitungs- und Kanalsanierung umgesetzt wird – das schafft Synergien.“
„20 Jahre zeigen, dass nachhaltige Energieprojekte nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich einen Gewinn für die Region darstellen“, betont Jarmer abschließend.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich direkt an die EVN wenden. Unter [email protected] oder 0800 800 100 wird individuell geprüft, ob ein Anschluss an das Naturwärmenetz möglich ist.
EVN Wärme
Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits rund 80 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs und versorgt 150.000 Haushalte.
Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird derzeit aus Biomasse erzeugt. Durch die enge Kooperation der EVN mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung der Region erhalten.
Zusätzlich arbeitet die EVN an weiteren Technologien wie Power-to-Heat-Anlagen, Solarthermie und Tiefen-Geothermie, um die Wärmeversorgung in Niederösterreich auf noch breitere Beine zu stellen.
v.l.n.r. EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag, EVN Projektleiter Markus Goldsteiner, Bürgermeisterin Margarete Jarmer und Stadtamtsdirektor Burkhard Hammer.

EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag erläutert Bürgermeisterin Jarmer die Funktionsweise der Biomasseanlage.

Biomasseheizwerk Eggenburg: Das Biomasseheizwerk versorgt seit 20 Jahren Eggenburg mit umweltfreundlicher Naturwärme. Im Hintergrund die Biogasanlage, die ebenfalls Wärme in das Netz einspeist.

© EVN / Barbara Leister bzw. © EVN
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