Mit einer Photovoltaikanlage können Sie einen Teil Ihres Strombedarfs selbst decken und dadurch den Strombezug aus dem Netz reduzieren. Wie hoch der Eigenverbrauch ausfällt, hängt unter anderem von der Größe der Anlage, dem eigenen Verbrauchsprofil und möglichen Speichermöglichkeiten ab. Mit diesen fünf Tipps können Sie Ihren selbst erzeugten Sonnenstrom gezielter nutzen.
Sonnenstrom einfach und effizient nutzen
Mit einer eigenen Photovoltaikanlage können Sie Strom erzeugen, speichern und direkt im Haushalt nutzen. Damit Ihre PV-Anlage möglichst gut zu Ihrem Bedarf passt, sollten Sie bereits bei der Planung einige Punkte berücksichtigen:
1. Ist Ihr Dach geeignet?
Eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche kann hohe Erträge ermöglichen. Aber auch Ost- und Westdächer eignen sich gut für Photovoltaikanlagen und können die Stromerzeugung stärker über den Tagesverlauf verteilen.
Wichtig sind unter anderem Ausrichtung, Neigung, verfügbare Fläche und mögliche Verschattungen durch Bäume, Gebäude oder Schornsteine. Auch der Zustand des Dachs sollte vor der Installation geprüft werden. Steht in den nächsten Jahren ohnehin eine Dachsanierung an, kann es sinnvoll sein, diese vor der Montage der PV-Anlage durchzuführen.
2. Die richtige Dimensionierung
Die passende Größe einer Photovoltaikanlage hängt von der verfügbaren Fläche und vom individuellen Strombedarf ab. In Österreich kann als Faustformel mit einem Jahresertrag von rund 1.000 kWh Strom pro installiertem kWp gerechnet werden. Der tatsächliche Ertrag hängt jedoch unter anderem von Standort, Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Wetter ab.
Berücksichtigen Sie bei der Planung nicht nur Ihren aktuellen Stromverbrauch. Auch mögliche zukünftige Verbraucher wie ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder eine Klimaanlage können den Strombedarf verändern.
3. PV-Anlage an die eigenen Verbraucher anpassen
Je mehr selbst erzeugten Strom Sie zeitgleich im eigenen Haushalt nutzen, desto höher ist Ihr Eigenverbrauch. Deshalb lohnt es sich, bei der Planung das persönliche Verbrauchsprofil zu berücksichtigen.
Auch Verbraucher wie Warmwasserspeicher oder andere steuerbare Geräte können so eingesetzt werden, dass sie bevorzugt dann Energie beziehen, wenn die PV-Anlage Strom erzeugt.
4. Geräte gezielt nutzen und intelligent steuern
Waschmaschine, Geschirrspüler oder Warmwasserbereitung können – soweit möglich – bevorzugt in Zeiten mit hoher PV-Erzeugung betrieben werden. Dadurch kann mehr des selbst erzeugten Stroms direkt im Haushalt genutzt und der Strombezug aus dem Netz reduziert werden.
Zeitschaltfunktionen oder intelligente Energiemanagementsysteme können dabei helfen, den Betrieb einzelner Geräte automatisch an die PV-Erzeugung anzupassen.
5. Batteriespeicher für einen höheren Eigenverbrauch
Ein Batteriespeicher kann Strom aufnehmen, der von der Photovoltaikanlage erzeugt, aber nicht unmittelbar verbraucht wird. Dieser Strom kann später genutzt werden, beispielsweise am Abend oder in der Nacht. Dadurch lässt sich der Eigenverbrauch der PV-Anlage erhöhen und der Strombezug aus dem Netz reduzieren.
Wichtig: Ein Batteriespeicher versorgt ein Gebäude bei einem Stromausfall nicht automatisch weiter. Dafür benötigt das System eine entsprechende Notstrom- oder Ersatzstromfunktion und die dafür erforderliche technische Ausstattung.
Mehr Informationen zu passenden Speicherlösungen finden Sie auf unserer Seite zu Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen.
Photovoltaikanlage passend zum eigenen Bedarf planen
Wie hoch der Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage ausfällt, hängt immer von der individuellen Situation ab. Entscheidend sind unter anderem Anlagengröße, Verbrauchsprofil, steuerbare Verbraucher und ein möglicher Batteriespeicher.
Weitere Informationen zu unseren Lösungen finden Sie im Bereich Photovoltaik bei der EVN.