EVN expandiert mit Erwerb von BayWa Mobility Charging nach Deutschland

02. September 2026

München / Maria Enzersdorf, 2. September 2026. Die EVN AG („EVN“) baut ihre Position im Bereich Elektromobilität durch den Erwerb der BayWa Mobility Charging GmbH („BMC“) weiter aus. Über ihre Tochtergesellschaft EVN Energieservices GmbH („EVN ES“) hat die EVN eine Vereinbarung zum Erwerb von 100 % der Anteile an der BMC von der BayWa Mobility Solutions GmbH unterzeichnet. Mit der Transaktion erfolgt gleichzeitig der Eintritt in den deutschen Markt für Schnellladeinfrastruktur und die Erweiterung der bestehenden E-Mobilitätsaktivitäten über Österreich hinaus. Die Parteien haben sich darauf verständigt, keine Angaben zum Kaufpreis und zu weiteren Details der Transaktion zu veröffentlichen.

Hochwertiges HPC-Portfolio mit umfangreicher Ausbaupipeline

BMC ist Betreiberin von High-Power-Charging-(HPC)-Infrastruktur in Deutschland und verfügt derzeit über 30 Standorte mit insgesamt 170 öffentlichen HPC-Ladepunkten mit Ladeleistungen von bis zu 400 kW. Bis 2027 soll das Portfolio 54 Standorte mit insgesamt 306 HPC-Ladepunkten umfassen. Der geografische Schwerpunkt des Netzes liegt in Bayern. Ergänzend betreibt die Gesellschaft Standorte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Die Ladeinfrastruktur basiert auf einem standardisierten Standortkonzept und setzt ausschließlich auf europäische Schnellladetechnologie.

Strategische Expansion in Europas größten E-Mobilitätsmarkt

Die Akquisition steht im Einklang mit der Strategie der EVN, ihre Position im Markt für öffentliche Schnellladeinfrastruktur auszubauen und die Wertschöpfungskette entlang der E-Mobilität zu erweitern. Die Transaktion erweitert das bestehende Ladeinfrastrukturportfolio um etablierte Standorte in attraktiven Verkehrskorridoren. Während das Wachstum der EVN ES bislang primär durch den organischen Ausbau eigener Ladeinfrastruktur in Österreich getragen wurde, schafft die Transaktion erstmals eine signifikante Marktpräsenz in Deutschland. Der deutsche Markt stellt mit rund zwei Millionen batterieelektrischen Fahrzeugen den größten E-Mobilitätsmarkt Europas dar und profitiert von langfristigen strukturellen Wachstumstreibern, darunter die fortschreitende Elektrifizierung des Individualverkehrs, ambitionierte Ausbauziele für Ladeinfrastruktur sowie steigende Auslastungsraten im Schnellladesegment.

Insbesondere Bayern bietet aufgrund seiner geografischen Nähe zu Österreich, der engen wirtschaftlichen Verflechtung beider Märkte sowie hoher grenzüberschreitender Verkehrsströme ein strategisch attraktives Expansionsumfeld. Aus strategischer Sicht stärkt die Akquisition die Kontrolle über kundennahe Absatzkanäle, erhöht den Anteil des Energieabsatzes über eigene Ladeinfrastruktur und reduziert die Abhängigkeit von Drittanbietern und Roamingpartnern. Darüber hinaus schafft die größere Standortbasis die Voraussetzungen für zusätzliche Skaleneffekte im Betrieb und eine beschleunigte Weiterentwicklung des E-Mobilitätsgeschäfts der Gruppe.

EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz: „Die Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Mit dem Erwerb der Charge Point Operating-Aktivitäten von BayWa stärken wir unsere Position in einem der wichtigsten europäischen Märkte für Ladeinfrastruktur. Die Transaktion ermöglicht uns, unsere Wachstumsstrategie konsequent umzusetzen, neue Kundengruppen zu erschließen und den Ausbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur im deutsch-österreichischen Raum aktiv voranzutreiben.“

Teil der Restrukturierung der BayWa-Gruppe 

Die Veräußerung erfolgt im Rahmen der laufenden Restrukturierung der BayWa-Gruppe. Mit dem Verkauf des Charge-Point-Operator-Geschäfts zieht sich die BayWa aus dem kapitalintensiven Infrastrukturgeschäft der Elektromobilität zurück. Künftig will sich die BayWa auf serviceorientierte und asset-light Geschäftsmodelle konzentrieren, darunter Flottenmanagement, Charge-Card-Lösungen, sowie digitale Energie- und Abrechnungslösungen.

Berater

EVN wurde von Flick Gocke Schaumburg, Schönherr Rechtsanwälte und KPMG beraten. BayWa wurde von der Kanzlei Luther rechtlich beraten.  

Unternehmensprofile:

EVN Gruppe

Die EVN AG ist ein führendes Energie- und Infrastrukturdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Niederösterreich und Aktivitäten in den Bereichen Energieerzeugung, Energienetze, Vertrieb sowie Wasserdienstleistungen. Die Gruppe versorgt rund fünf Millionen Kunden in Österreich sowie ausgewählten internationalen Märkten (Bulgarien, Nordmazedonien sowie Kroatien) und verfolgt einen integrierten Ansatz entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Neben dem Kerngeschäft investiert EVN kontinuierlich in Zukunftsfelder wie erneuerbare Energien, Dekarbonisierung und nachhaltige Mobilitätslösungen. EVN zählt mit mehr als 3.800 öffentlichen Ladepunkten zu den führenden Betreibern von Ladeinfrastruktur in Österreich und bietet E Mobilitätslösungen für Pkw, Nutzfahrzeuge, Busse und Binnenschiffart an. Im Rahmen ihrer E Mobilitätsstrategie plant die Gruppe bis 2030 Investitionen von rund EUR 100 Mio. in den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und des zugrunde liegenden Geschäftsmodells. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausbau öffentlicher Schnellladeangebote sowie der Weiterentwicklung der Marktposition in Österreich und ausgewählten angrenzenden Märkten.

BayWa Mobility Solutions

Die BayWa Mobility Solutions GmbH entwickelt und betreibt Ladeinfrastrukturlösungen für Unternehmen, Flottenkunden und öffentliche Standorte in Deutschland. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung fokussiert sich das Unternehmen künftig auf service- und vertriebsorientierte Mobilitätslösungen.
 

Ladepark Allershausen

© EVN

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Pressekontakt

Mag. Stefan Zach, MAS

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Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern

[email protected]

Kerstin Kroyer

Kerstin Kroyer

Information und Kommunikation, EVN Konzern

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