EVN startet nächste Phase der Tiefen-Geothermie

Einladung zu Infoveranstaltungen

06. September 2026

Mailings, Informationsfolder und drei regionale Informationsveranstaltungen begleiten die bevorstehenden Untersuchungen im südlichen Wiener Becken. Für die Bevölkerung besteht dabei kein Handlungsbedarf. Wer mehr über das Zukunftsprojekt erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, sich aus erster Hand zu informieren.

Die EVN setzt die nächsten konkreten Schritte für die Nutzung von Tiefengeothermie in Niederösterreich. Im Rahmen des Forschungsprogramms „GeoWärme Niederösterreich“ werden in den kommenden Monaten umfassende Untersuchungen des Untergrundes durchgeführt. Ziel ist es, das Potenzial dieser nachhaltigen Wärmequelle für die regionale Versorgung noch genauer zu erkunden.

„Mit der Tiefengeothermie wollen wir den heimischen Wärmeschatz unter unseren Füßen für kommende Generationen nutzbar machen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, die Menschen in der Region von Anfang an mitzunehmen und offen über die nächsten Schritte zu informieren“, erklärt EVN Sprecher Stefan Zach.

Im Fokus steht nun die sogenannte Vibrationsseismik. Dabei fahren spezielle Messfahrzeuge entlang geplanter Strecken und erzeugen kontrollierte Vibrationen, die von Sensoren, sogenannte Geophone, aufgezeichnet werden. Anhand dieser Daten erstellen Expertinnen und Experten detaillierte Modelle des Untergrundes. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich über mehr als 330 Kilometer und umfasst über 60 Gemeinden im südlichen Wiener Becken. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die weitere Planung der Tiefengeothermie-Projekte. 

Die EVN sieht in der Tiefengeothermie eine wichtige Ergänzung zu bestehenden erneuerbaren Wärmequellen wie Biomasse und Großwärmepumpen. Die Energie aus dem Erdinneren steht unabhängig von Wetter und Jahreszeit zur Verfügung und kann künftig einen wesentlichen Beitrag zu einer sicheren, regionalen und nachhaltigen Wärmeversorgung leisten. Bis 2035 sollen im Industrieviertel zwei Geothermieanlagen entstehen, die Wärme in bestehende Naturwärmenetze einspeisen. 

„Für Anrainerinnen und Anrainer bedeutet die Vibrationsseismik vor allem eines: Es besteht kein Handlungsbedarf. Die Untersuchungen erfolgen kontrolliert, technisch überwacht und überwiegend auf öffentlichen Straßen und Wegen. Wer sich dennoch näher informieren möchte oder Fragen hat, ist bei unseren Informationsveranstaltungen herzlich willkommen“, so Zach.

Die Messungen finden überwiegend tagsüber sowie in den Herbst- und Wintermonaten statt. Die Straßen bleiben grundsätzlich befahrbar. Die Dauer einer Messung an einem einzelnen Punkt beträgt lediglich rund eine Minute, bevor das Fahrzeug weiterfährt. Das dabei entstehende Geräusch entspricht ungefähr jenem einer Straßenwalze oder einer vorbeifahrenden Straßenbahn. Die Methode wird seit Jahrzehnten erfolgreich in ganz Europa eingesetzt.

EVN-Infotour zur Tiefengeothermie

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei drei regionalen Veranstaltungen persönlich informieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen:

•    Oberwaltersdorf
-    22. September 2026, 14:00 bis 20:00 Uhr
-    Bettfedernfabrik, Kulturstraße 1, 2522 Oberwaltersdorf

•    Wiener Neustadt
-    2. Oktober 2026, 14:00 bis 20:00 Uhr
-    City Campus Wiener Neustadt, FH Wiener Neustadt, Schlögelgasse 22-26, 2700 Wiener Neustadt

•    Wiener Neudorf
-    8. Oktober 2026, 14:00 bis 20:00 Uhr
-    Franz Fürst Freizeitzentrum, Eumigweg 1-3, 2351 Wiener Neudorf

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung über unser Online- Anmeldeformular gebeten. Weitere Informationen sind unter geowaerme-noe.at verfügbar.
 

Funktionsprinzip Geothermie

Diese Spezial-Lkws werden in den nächsten Monaten auch im Industrieviertel unterwegs sein.

Für die Messung werden rund 30.000 Geophone entlang der Messlinien platziert.

© EVN

Alle Fotos können im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung bei Nennung des jeweiligen Copyrights honorarfrei veröffentlicht werden.

Pressekontakt

Mag. Stefan Zach, MAS

Mag. Stefan Zach, MAS

Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern

[email protected]

Kerstin Kroyer

Kerstin Kroyer

Information und Kommunikation, EVN Konzern

[email protected]