„In Niederösterreich setzen wir weiterhin auf Erneuerbare Energien. Die aktuelle Situation im nahen Osten zeigt uns, wie wichtig es ist, auf Unabhängigkeit und heimische Wertschöpfung zu setzen. Das ist wichtig für unser Land und für unsere Zukunft“, so LH-Stv. Stephan Pernkopf.
Für die Turbinenpatenschaft konnte Olympiasiegerin Katharina Huber gewonnen werden: „Als Sportlerin weiß ich, wie wichtig es ist, aus eigener Kraft Großes zu bewegen. Diese Turbine steht für genau das: nachhaltige Energie, die Zukunft gestaltet. Ich freue mich, ihre Patenschaft zu übernehmen.“
Bürgermeister Matthias Stadler streicht ebenfalls die Bedeutung der Nachhaltigkeit hervor: „Mit der Errichtung des Heizkraftwerks wird das Fernwärmenetz auf CO2-neutrale Naturwärme umgestellt. Pro Jahr können so rund 25.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Projekt ist ein weiterer wesentlicher Meilenstein unserer Klima-Rahmenstrategie“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler. „Wir haben in St. Pölten eine anhaltend starke Nachfrage nach unserer Fernwärme, die vor allem durch die Ukraine-Krise und den aktuellen Unsicherheiten auf den Energiemärkten verstärkt wurde. Mit dem modernen Biomasseheizkraftwerk können wir diesen wachsenden Bedarf decken und das Netz weiter zukunftsfit machen“.
In der modernen Kraft-Wärmekopplungsanlage (KWK) wird in einem Biomassekessel aus Hackschnitzel Dampf erzeugt. Dadurch kann über eine Dampfturbine Ökostrom produziert und die entstehende Abwärme in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist werden.
Für EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz ist das Heizkraftwerk ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit: „Die seit rund 30 Jahren bestehende erdgasbetriebene KWK-Anlage wird jetzt durch das Biomasseheizkraftwerk ersetzt. Dadurch werden zukünftig umgerechnet rund 15.000 Haushalte mit Ökostrom und 30.000 Haushalte mit umweltfreundlicher Naturwärme versorgt.“, so Szyszkowitz.
Neben den Haushalten in St. Pölten profitiert auch die Industrie der Landeshauptstadt von der Anlage. Hierfür wurde eine Partnerschaft mit der SALZER GRUPPE eingegangen, auf deren Grundstück auch gebaut wurde. Durch die neue Biomasse-KWK soll der Dampfbedarf der Salzer Papier GmbH, Salzer Formtech GmbH und Sunpor Kunststoff GmbH abgedeckt werden. Laut Thomas Salzer, Geschäftsführer der SALZER GRUPPE, darf Klimaschutz auch in der Industrie nicht nur ein Lippenbekenntnis sein. “Mit der Realisierung des Biomasseheizkraftwerks setzen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungssicherheit und nehmen diese gemeinsam ein Stück weit selbst in die Hand. Die Nutzung regionaler, erneuerbarer Energiequellen ist zugleich ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Zukunft.“
Zum Projekt:
• Leistungsdaten: elektrisch 6 MW, thermisch mind. 30 MW
• Ökostrom für umgerechnet 15.000 Haushalte und Naturwärme für umgerechnet bis zu 30.000 Haushalte
• CO2-Einsparung: rd. 25.000 t/Jahr
• Geplante Gesamt-Investitionen: rund 50 Mio. Euro
• Regionale Wertschöpfung durch Biomasse (inkl. Schadholz) aus der Region.
EVN Wärme GmbH
Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits rund 80 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt.
Durch die enge Kooperation der EVN mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung der Region erhalten. Die EVN setzt auf regionale Biomasse und arbeitet nur mit österreichischen Partnern. Mit einem Einsatz von rund 3,0 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.
Bürgermeister St. Pölten Matthias Stadler, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Olympiasiegerin Katharina Huber, EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz, Geschäftsführer der SALZER GRUPPE Thomas Salzer (v.l.n.r.)

Geschäftsführer der SALZER GRUPPE Thomas Salzer, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Olympiasiegerin Katharina Huber, EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz, Bürgermeister St. Pölten Matthias Stadler

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