Wasser-Schutz im Osten Niederösterreichs

neue Transportleitung verbindet Wein- und Industrieviertel, Revitalisierung Petroneller Au & moderne Naturfilteranlage

28. April 2026

Das Zusammenspiel mehrerer Projekte im Raum Petronell zeigt, wie Naturschutz, technische Innovation und vorausschauende Infrastrukturplanung gemeinsam wirken können – zum Schutz der Umwelt ebenso wie zur verlässlichen Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Trinkwasser.

Ein zentrales Element dabei ist die Revitalisierung der Petroneller Au. Gemeinsam mit dem Nationalpark Donau-Auen und der viadonau möchte die EVN durch gezielte ökologische Maßnahmen die natürliche Dynamik der Au stärken, die Biodiversität erhöhen sowie die Rückhalte  und Filterfunktionen des Bodens nachhaltig verbessern. Damit leistet das Projekt nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Natur  und Hochwasserschutz, sondern schützt auch die sensiblen Grundwasserressourcen.

„Wasser ist Leben – Deshalb wollen wir es schützen, nützen und für die beste Zukunft sichern. Mit der Revitalisierung der Petroneller Au geben wir der Donau wieder mehr Platz und sichern gleichzeitig Grundwasserreserven, mit der Naturfilteranlage erhöhen wir langfristig die Trinkwasserqualität und mit der neuen Transportleitungen stärken wir die Versorgungssicherheit,“ betont LH Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Die EVN rechnet damit, dass die Behördenverfahren 2027 abgeschlossen und alle Bewilligungen erlangt werden können, sodass 2028 mit den Bauvorhaben gestartet werden kann.

Naturfilteranlage Petronell – hochmoderne Anlage sichert Trinkwasserversorgung

Ergänzt wird die ökologische Aufwertung durch hochmoderne Infrastruktur: Die Naturfilteranlage Petronell ist ein Vorzeigeprojekt der EVN Wasser. Sie sichert die Trinkwasserversorgung in der Region mit bestem Trinkwasser. Moderne Wassertechnik wird dabei bewusst mit natürlichen Systemen verbunden, erklärt EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger: „Sauberes Trinkwasser ist unser wertvollstes Gut. In Petronell verbinden wir modernste Technik mit den Kräften der Natur, um diese Qualität langfristig und für kommende Generationen abzusichern“.

Lückenschluss durch neue Verbindungsleitung zwischen Industrieviertel und Marchfeld

Für zusätzliche Versorgungssicherheit soll die geplante Verbindungsleitung zwischen Industrieviertel und Marchfeld sorgen. Sie vernetzt künftig die Wassertransportleitungen nördlich und südlich der Donau im Osten Wiens und schafft damit erstmals eine hydraulische Verbindung zwischen diesen beiden Versorgungsräumen. Durch den Ausgleich unterschiedlicher Wasserressourcen können Engpässe vermieden und die Versorgung im Industrie  und Weinviertel nachhaltig abgesichert werden.

Die rund 24 Kilometer lange Transportleitung mit einer Donauquerung sowie einer neuen Drucksteigerungsanlage ermöglicht es, Wasser flexibel in beide Richtungen zu fördern. Das Investitionsvolumen beträgt rund 15 Millionen Euro, die Inbetriebnahme ist für das Geschäftsjahr 2029/30 geplant.

„Die Vernetzung unserer Wasserversorgungsanlagen ist ein entscheidender Schritt, um Niederösterreich noch widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Petronell wird damit zu einem zentralen Knotenpunkt einer modernen, sicheren Trinkwasserversorgung“, so Stallinger weiter.
 
EVN Wasser

Die EVN Wasser, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EVN AG, ist die zweitgrößte Wasserversorgerin Österreichs und spielt eine zentrale Rolle in der nachhaltigen Wasserversorgung des Landes. Ihr langfristiges Ziel ist es, die sichere und qualitativ hochwertige Versorgung Niederösterreichs mit frischem Trinkwasser zu gewährleisten. Mit einem weitreichenden Leitungsnetz und modernen Naturfilteranlagen sorgt EVN Wasser dafür, dass täglich tausende Haushalte, Betriebe und Gemeinden zuverlässig mit sauberem Wasser versorgt werden. 
Insgesamt betreibt die EVN Wasser 100 Brunnen, welche die Grundlage für eine sichere Wasserversorgung in der Region bilden. Außerdem verfügt das Unternehmen über 112 Hochbehälter mit einem Speichervolumen von insgesamt 217.000 Kubikmeter – das entspricht 217 Millionen Liter. Von diesen Hochbehältern gelangt das Wasser bei Bedarf durch ein 3.340 Kilometer langes Leitungsnetz zu den Haushalten. Jährlich fließen insgesamt rd. 32,0 Millionen Kubikmeter Wasser durch dieses Netz. Niederösterreichweit versorgt die EVN Wasser derzeit 883 Ortschaften und rd. 650.000 Einwohner mit Trinkwasser. Die Trinkwasserqualität aus den EVN Brunnenfeldern wird regelmäßig überprüft. 
 
Die aktuellen Wasserwerte können jederzeit auf der Website www.evnwasser.at nachgelesen werden.

 

Maximilian Abensperg-Traun, EVN Wasser Geschäftsführer Franz Dinhobl, LH-Stv. Stephan Pernkopf, EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, LAbg. Otto Auer, LAbg. Dieter Dorner v.l.n.r.

EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, LH-Stv. Stephan Pernkopf, EVN Wasser Geschäftsführer Franz Dinhobl v.l.n.r.

LAbg. Dieter Dorner, LAbg. Otto Auer, EVN Vorstandsdirektor Stefan Stallinger, LH-Stv. Stephan Pernkopf, EVN Wasser Geschäftsführer Franz Dinhobl, Bgm. Leonard Brassat v.l.n.r.

© EVN / Matejschek

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Pressekontakt

Mag. Stefan Zach, MAS

Mag. Stefan Zach, MAS

Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern

[email protected]

Kerstin Kroyer

Kerstin Kroyer

Information und Kommunikation, EVN Konzern

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