Zwei neue Fernwärmespeicher

stärken Versorgungssicherheit im Naturwärmenetz Thermenregion

05. Juli 2026

Die EVN hat an einem wichtigen Knotenpunkt des Naturwärmenetzes Thermenregion in Wiener Neudorf, direkt hinter dem Palmas-Gebäude, zwei neue Fernwärme-Pufferspeicher in Betrieb genommen. Diese Großspeicher werden durch das Fernwärmenetz beladen und dienen dem gezielten Ausgleich von Lastspitzen im Netz, wodurch der Bedarf an Gas-Spitzenlastkesseln reduziert wird – ein weiterer Schritt zur Stärkung der klimafreundlichen Wärmeversorgung in der Thermenregion.

Jeder der beiden Pufferspeicher wiegt im Leerzustand 62 Tonnen, erreicht eine Höhe von 22 Metern und fasst 250 m³ Fernwärmewasser. Damit kann im Jahr Naturwärme für rund 1.000 Haushalte zwischengespeichert werden. Die EVN investiert rund 1,5 Mio. Euro in diese Modernisierungsmaßnahme.

„Mit den neuen Pufferspeichern gewinnen wir mehr Steuerbarkeit und Belastbarkeit für das Netz: Wir können Spitzenlasten abfedern und den Gaseinsatz weiter reduzieren“, erklärt EVN Sprecher Stefan Zach. „Diese Maßnahme hat eine große Wirkung für die Netzstabilität und die Versorgungssicherheit in unserem größten Wärmenetz.“

Das Naturwärmenetz Thermenregion ist Österreichs größtes überregionales Naturwärmenetz auf Biomassebasis. Es erstreckt sich derzeit über 13 Gemeinden von Perchtoldsdorf bis Baden. Mehr als 80 Prozent der eingespeisten Wärme stammen derzeit aus den Biomasseanlagen in Mödling, Guntramsdorf und Baden. Das Ziel ist, diesen Anteil bis 2035 auf über 90 Prozent zu erhöhen. Zukünftig soll auch die Tiefen-Geothermie einen Beitrag zur Fernwärmeversorgung leisten. In diesem Herbst startet die EVN eine umfangreiche Untersuchungskampagne, durch die geeignete Standorte für diese heimische, erneuerbare Energiequelle gefunden werden sollen. 

EVN Wärme GmbH

Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits rund 80 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt.

Durch die enge Kooperation der EVN mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft bleibt die Wertschöpfung der Region erhalten. Die EVN setzt auf regionale Biomasse und arbeitet nur mit österreichischen Partnern. Mit einem Einsatz von rund 3,0 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.
 

EVN Projektleiter Sebastian Schopf und Daniela Bischof vor dem rund 20 m langen Pufferspeicher.

Die Pufferspeicher wurden mit zwei Kränen aufgerichtet und über die Wärmezentrale gehoben.

Durch die Speicher können Lastspitzen reduziert und der Gaseinsatz weiter reduziert werden.

© EVN

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Pressekontakt

Mag. Stefan Zach, MAS

Mag. Stefan Zach, MAS

Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern

[email protected]

Kerstin Kroyer

Kerstin Kroyer

Information und Kommunikation, EVN Konzern

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