Wie funktioniert die Vibrationsseismik?

Ein Vibrations-Truck fährt am Waldrand

Die sogenannte Vibrationsseismik mit Vibro-Trucks ist eine wichtige Methode zur Erkundung des Untergrundes für Geothermie-Projekte.


Vibro-Trucks sind spezielle Fahrzeuge, die mit hydraulisch betriebenen Rüttelplatten ausgestattet sind. Diese Fahrzeuge fahren entlang vorbestimmter Messstrecken und halten alle 50 Meter an. An jedem Haltepunkt senken sie ihre Rüttelplatten auf den Boden ab und erzeugen kontrollierte Vibrationen, die als "Sweep" bezeichnet werden.


Ein Sweep dauert typischerweise ein bis drei Minuten. Die Schallwellen breiten sich bis zu drei Kilometer tief in den Untergrund aus. Die Wellen werden von verschiedenen Gesteinsschichten im Untergrund reflektiert.


Tausende von Geophonen (bis zu 15.000), die entlang der Messstrecke ausgelegt sind, nehmen die reflektierten Signale auf. Geowissenschaftler erstellen aus den verarbeiteten Daten komplexe 2D-Modelle des Untergrundes. Das sind wichtige Daten über die Eignung des Untergrundes für die Geothermienutzung.


Unser geplantes Untersuchungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des südlichen Wiener Beckens. Insgesamt werden mit den Vibrotrucks rund 300 km abgefahren.